Humboldt ForumMitte
Drei großformatige Interventionen des Māori-Künstlers George Nuku in zwei Räumen der Oceania-Galerien, geschaffen aus Polystyrol und Plexiglas während seiner Fellowships am Collaborative Museum.
Māui steht in einem durchsichtigen Kanu auf einem Korallenriff und zieht mit einem großen Angelhaken Meerestiere aus Kunststoff aus dem Wasser. Das Kanu ist aus Plexiglas, ebenso Māui und seine vier Brüder; die Quallen, Fische und Rochen entstanden in einem zweiwöchigen Workshop aus PET-Flaschen. George Nuku nennt die Plastikflasche einen „Beweis der Göttlichkeit“ – mehr hat der Pfandautomat für eine Flasche schließlich auch nie geboten.
In zwei Oceania-Räumen sind drei Interventionen zu sehen. Im großen Bootssaal (Raum 215) steht das Waka auf einem Riff-Diorama; seine Enden sind mit historischen Heckpartien aus der Sammlung versehen. In Raum 219 schützen Giebel aus Plexiglas, gestaltet wie die eines Versammlungshauses, alte Götter aus Holz und Stein. Daneben stehen vier durchsichtige Ahnenfiguren neben Waffen und Schmuck, die aufrecht präsentiert werden. „Wenn sie liegen, sind sie tot“, sagt Nuku.
Die Arbeiten sind Teil der Dauerausstellung im zweiten Stock und mit dem Sammlungsticket für 9 € zugänglich. Die Texte sind auf Englisch und Deutsch. Dienstags geschlossen.
Das Plexiglas-Waka
Im Bootssaal steuern Māui und seine vier durchsichtigen Brüder ein Kanu über das Korallenriff-Diorama, während Māui mit einem großen Haken Meerestiere aus Kunststoff heraufzieht.
Das Meer aus PET-Flaschen
Blick in das Diorama unter dem Waka: Quallen, Fische, Rochen und Korallen, aus Plastikflaschen geschnitten, füllen es wie ein Riff.
Der Giebel des Versammlungshauses
In Raum 219 rahmt ein durchsichtiger Plexiglasgiebel drei Ahnen- oder Götterfiguren aus Holz und Stein aus Aotearoa, den Marquesas und Rapa Nui.
Sope aus Nukuoro
Gegenüber dem Giebel schützt ein zweiter Plexiglasgiebel die geschnitzte Holzfigur des Gottes Sope.
Die aufrecht stehenden Schätze
Vier durchsichtige Ahnenfiguren im Stil der Māori-Schnitzkunst stehen neben Vitrinen, in denen die Waffen und der Schmuck des Museums aufrecht statt flach liegend präsentiert werden.
Du suchst eine eigenständige Ausstellung: Diese drei Arbeiten sind in die Dauerausstellung der Oceania-Galerien integriert.
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