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Sonderausstellung „A Country in a Container“ im DDR Museum

DDR MuseumMitte

Ein Land im Container – Die Entsorgung ostdeutscher Staatssymbole (A Country in a Container – The Disposal of East German State Symbols)

Jetzt zu sehen25. März 2026 – 15. November 2026Kostenpflichtig – siehe Website

Was nach 1990 aus den Fahnen, Emblemen und Orden der DDR wurde: in Containern entsorgt, auf Flohmärkten verramscht – und bis heute prägend für die deutsche Erinnerungskultur.

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Im Juni 1990 beschloss das erste frei gewählte Parlament der DDR, Hammer, Zirkel und Ährenkranz vom Palast der Republik zu entfernen. Dieter Bankert, einer der Architekten des Gebäudes, bewahrte eine einzelne Ähre aus dem Kranz als Erinnerungsstück auf – sie ist hier zu sehen.

Die Ausstellung nimmt ihren Ausgang bei den Sperrmüllcontainern des Jahres 1990, in denen Embleme, Thälmann-Büsten und Schilder der Grenztruppen landeten. Sie folgt den Objekten auf Flohmärkte, wo Orden für wenige D-Mark verkauft wurden, und weiter in die Museumssammlung – begleitet von den Auseinandersetzungen um Straßennamen und Denkmäler. Zu Hause entschieden die Menschen selbst, ob die Marx-Büste auf der Schrankwand stehen blieb. Ein Überbleibsel begegnet uns an der Ampel: der grüne Rechtsabbiegerpfeil, eine der wenigen DDR-Verkehrsregeln, die das vereinte Deutschland beibehielt.

Die kleine Präsentation ist Teil der Dauerausstellung; ein separates Ticket ist daher nicht nötig. Der Eintritt ins Museum ist eingeschlossen. Das Museum ist täglich bis 21 Uhr geöffnet, die Ausstellung endet am 15. November.

Nicht verpassen

  • Die Ähre vom Palast der Republik

    Eine einzelne Ähre aus dem Ährenkranz des Staatswappens, die Architekt Dieter Bankert rettete, als das Emblem von der Fassade entfernt wurde.

  • Die Schirmmütze eines Offiziers der Grenztruppen

    Eine vorschriftsmäßige NVA-Mütze, deren DDR-Emblem gemäß einer Anordnung vom 20. Juli 1990 durch eine schlichte schwarz-rot-goldene Kokarde ersetzt wurde.

  • Fahnen mit einem Loch in der Mitte

    DDR-Fahnen, aus denen das Staatswappen herausgeschnitten wurde. Übrig blieben Schwarz, Rot und Gold – die Farben, die Menschen nach dem 9. November 1989 auf Demonstrationen trugen.

  • Das Straßenschild der Leninallee

    Ein Schild aus einer Ost-Berliner Straße, die im Zuge der Umbenennungswelle nach 1990 wieder ihren früheren Namen Landsberger Allee erhielt.

Gut für

  • Abendbesuche
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