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Marie Bracquemond, Les muses des arts, Zeichnung

Musée d'Orsay · 7e arrondissement

Marie und Félix Bracquemond: Zeichnungen für die angewandte Kunst (Marie and Félix Bracquemond, Decorative Arts Drawings)

Jetzt zu sehen22. September 2026 – 6. Dezember 2026·16 €

Eine Präsentation in Raum 33 mit knapp 200 Zeichnungen, die 2024 dem Museum geschenkt wurden. Sie stammen von der Impressionistin Marie Bracquemond und dem Graveur Félix Bracquemond und zeigen vor allem ihre Entwürfe für die angewandte Kunst.

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Die Muse der Poesie wendet ihr ernstes Gesicht dir zu; ihr seidenes Kleid ist mit Kohle und weißer Gouache ausgearbeitet. Sie ist eine von sieben Musen, die Marie Bracquemond für eine Wand aus Keramikfliesen am Stand von Haviland auf der Exposition universelle von 1878 zeichnete. An die Stelle der üblichen freien Künste traten Malerei, Architektur und Bildhauerei. Das Wandbild selbst gilt als verschollen und ist nur auf einer Fotografie sowie in Studien wie diesen überliefert.

Der Raum ist aus den fast 200 Gemälden und Zeichnungen zusammengestellt, die die Nachkommen des Ehepaars dem Musée d’Orsay 2024 schenkten. Maries Studien hängen neben Félix’ Entwürfen für Keramik und weiteren Arbeiten: einem Tafelaufsatz für das Rousseau-Service, einer Terrine für das Parabère-Service, einer Studie für einen Pfauenteppich und einem Teller aus dem Dezember 1870, der Frankreich tot am Rheinufer zeigt.

Raum 33 liegt in der Impressionisten-Galerie auf Ebene 5 und lässt sich daher gut auf einem kurzen Abstecher besuchen. Der Eintritt ist im zeitgebundenen Museumsticket für 16 € enthalten (donnerstags abends 12 €, geöffnet bis 21.45 Uhr; kostenlos für unter 18-Jährige und EWR-Bürgerinnen und -Bürger unter 26 Jahren).

Nicht verpassen

  • Die Muse der Poesie

    Achte auf ihr ernstes, dir zugewandtes Gesicht und das seidige Kleid, das mit Kohle, weich verlaufenden Schattierungen und Akzenten aus weißer Gouache gestaltet ist – eine Studie für das verschollene Wandbild von 1878.

  • Der Türentwurf für Les Muses des arts

    Ein frühes Aquarell des Wandbilds: hochformatig und nach oben weit zum Himmel geöffnet. Unten steht in Félix’ Handschrift, dass es für eine Tür auf der Exposition von 1878 bestimmt war.

  • Frankreich am Rhein gefallen

    Félix’ Entwurf vom Dezember 1870 für einen nie ausgeführten Teller: Frankreich als junge Frau in Schwarz, in die Flagge wie in ein Leichentuch gehüllt, leblos am Rheinufer; dahinter lodern die Feuer des Krieges.

Gut für

  • Unter einer Stunde
  • Abendbesuche
  • Stadtkenner
  • Detailverliebte

Nichts für dich, wenn

Du möchtest vollendete impressionistische Gemälde sehen: In diesem Raum sind überwiegend Zeichnungen und Studien für Keramik ausgestellt.

Mit Kindern

Der Eintritt ist für unter 18-Jährige frei; das Museum bietet außerdem einen Tarif „Enfant & Cie“ für 13 € an.

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Bildnachweise

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