iMusée d'Orsay · 7e arrondissement
Zum hundertsten Todestag von Claude Monet führt eine eigene Route durch die Impressionist Gallery (Rooms 29 bis 35), die sein Leben und Werk würdigt.
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Unter der gereinigten Oberfläche von La Pie ist der Schnee nicht einfach weiß. Als der vergilbte Firnis abgenommen wurde, kam ein Weiß zum Vorschein, das aus unzähligen farbigen Pinselstrichen besteht, und ein blauer Schatten, dessen Farbe längst verblasst war. Der Salon von 1869 lehnte das Bild ab; heute steht es im Zentrum von Orsays Monet-Jubiläum zum hundertsten Todestag.
Einen eigenen Raum gibt es nicht. Fünf Gemälde, die kürzlich untersucht oder restauriert wurden, hängen verteilt in der Impressionist Gallery (Rooms 29 bis 35, Ebene 5), daneben Monets Briefe. Jedes Werk kreist um eine Frage, die er sich selbst stellte: eine verschneite Landschaft, ein Familienmahl in Lebensgröße, eine drei Meter breite Leinwand, die er in seinem Garten malte, die Frage, ob ein Bild gefirnisst werden sollte. Man geht durch die Dauerausstellung und begegnet Monet immer wieder mitten im Streit mit sich selbst. Die Laboruntersuchungen des C2RMF brachten Pentimenti und weitreichende Änderungen der Komposition ans Licht – ein Befund, der Monets eigener Erzählung widerspricht, er habe das Bild vor Ort in einem Zug gemalt.
Der Besuch ist im zeitgebundenen Museumsticket für 16 € enthalten (donnerstagabends 12 €, geöffnet bis 21.45 Uhr; frei für unter 18-Jährige und EWR-Bürger unter 26). Der Empfangsbereich wird bis Sommer 2028 renoviert. Informieren Sie sich vorab über die Zugangsbedingungen.
La Pie (1868-1869)
Suchen Sie die Elster auf einem Tor im Schnee: Nach der Entfernung des vergilbten Firnisses besteht das Weiß aus zahlreichen farbigen Pinselstrichen, und die Schatten erscheinen wieder blau.
La Débâcle à Vétheuil, avec vue sur Lavacourt (1880)
Aufbrechendes Eis auf der Seine bei Vétheuil. Das Gemälde wurde Ende 2025 in Orsay restauriert und vom C2RMF bildgebend untersucht, um zu prüfen, ob darunter eine andere Komposition liegt.
Le Déjeuner, panneau décoratif (c. 1873)
Monets Familienmahl in Lebensgröße: Das C2RMF untersuchte das Werk unter dem Stichwort „painting absence“ und prüfte es im Hinblick auf eine für 2027 geplante Restaurierung.
Sie erwarten eine große Monet-Schau mit eigener Ausstellung: Hier sind fünf Gemälde in die Dauerausstellung eingebunden.
Unter 18-Jährige haben freien Eintritt. Am 17. und 21. Oktober spielt die Konzertreihe Petits m'o des Museums rund um die Ausstellung „Les tubes de Monet“.