iNeues MuseumMitte
Im Treppenhaus greift der Künstler Michael Müller den Mythos der Zwillingsbrüder Kastor und Polydeukes auf – eine eindringliche Meditation über Zeit und Sterblichkeit.
Michael Müller malte jede der 24 Leinwände ausschließlich zu der Stunde, für die sie steht – der Abschnitt für 3 Uhr morgens entstand also tatsächlich um 3 Uhr morgens. Zusammengenommen erstrecken sie sich über rund 86 Meter und sechs Meter Höhe um die Treppenhalle des Neues Museum: 20 Meter mehr als bei der Premiere des Werks 2022 im Städel.
Im Zentrum steht der Mythos der Dioskuren. Als der sterbliche Kastor starb, bat sein unsterblicher Zwillingsbruder Polydeukes Zeus, ihm die Unsterblichkeit zu nehmen. So durften die beiden fortan abwechselnd jeweils einen Tag auf dem Olymp und einen im Hades verbringen. Die abstrakte Malerei folgt diesem Wechsel vom lichten Tag hinab in die Dunkelheit. Zwei in das Werk gemalte Türöffnungen führen zum Hades und zum Olymp; durch zwei echte Türen gelangt man weiter in die Ausstellungsräume. Bis zum Zweiten Weltkrieg standen auf diesem Treppenabsatz 5,5 Meter hohe Gipsabgüsse der Zwillingsbrüder.
Auf der Ausstellungsseite ist ausschließlich das Ticket für das Neues Museum aufgeführt (14 €, ermäßigt 7 €). Daneben sind Objekte aus den Papyrus-, Münz- und Antikensammlungen zu sehen; eine Begleit-App zeigt, wie das Werk entstanden ist.
Die 24 Stunden – der Reihe nach
Achten Sie auf den Wechsel des Lichts, während Sie dem Fries durch die Halle folgen – vom hellen Tag auf dem Olymp hinab in die Dunkelheit des Hades.
Das Hades-Portal
Eine in den Fries gemalte Türöffnung zur Unterwelt, entnommen aus Müllers Hades-Serie von 2022.
Das Olymp-Portal
Ihr Gegenstück: eine gemalte Türöffnung, die abstrakt hinauf zum Olymp führt.
Sie interessieren sich vor allem für antike Kunst und Artefakte: Im Mittelpunkt steht ein einziges zeitgenössisches abstraktes Gemälde.
iAlte Nationalgalerie
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