iAlte NationalgalerieMitte
Die Malerin, Schriftstellerin und Weltreisende, deren 1887 von der Berliner Akademie der Künste abgelehntes Gemälde Mors Imperator sie über Nacht berühmt machte.
Ein Skelett in einem violetten, hermelinbesetzten Mantel stützt sich auf ein Schwert und bringt einen Thron zu Fall. Es trägt eine schlichte eiserne Krone, während eine juwelenbesetzte zu Boden fällt; ein Fuß ruht auf einem Globus. 1887 bezeichnete die Jury der Berliner Akademie das als Majestätsbeleidigung und als „unkünstlerischen Ausdruck eines schiefen Gedankens“ – schließlich war Kaiser Wilhelm I. 90 Jahre alt. Der Kaiser selbst nahm keinen Anstoß. Die Jury lehnte das Werk dennoch ab.
Daraufhin mietete Hermione von Preuschen Räume in der Leipziger Straße 43, verlangte Eintritt und überließ den Rest der Presse: eine Pop-up-Ausstellung mit Kasse, rund 140 Jahre bevor es den Begriff gab. Das lange verschollen geglaubte Gemälde ist erstmals wieder öffentlich zu sehen. Dazu kommen ihre Briefe, Fotografien und Veröffentlichungen über den Skandal, ihre Weltreisen und den „Tempio Hermione“, den sie in Lichtenrade errichten ließ.
Diese Kabinettausstellung kreist um ein einziges Gemälde, sie ist keine Retrospektive. Der Eintritt zu allen Ausstellungen der Galerie kostet 14 € (ermäßigt 7 €). Geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr, bis zum 15. November.
Mors Imperator (1887)
Achten Sie auf die beiden Kronen: Der Tod trägt eine schlichte eiserne auf dem Schädel, während die juwelenbesetzte Kaiserkrone neben dem gestürzten Thron zu Boden fällt.
Die Dokumente zum Skandal
Briefe, Fotografien und Veröffentlichungen zeigen, wie von Preuschen die Ablehnung durch die Akademie in eine kostenpflichtige private Ausstellung in der Leipziger Straße verwandelte, die sie berühmt machte.
Sie möchten eine umfassende Retrospektive sehen: Diese Kabinettausstellung widmet sich einem einzigen Gemälde und den dazugehörigen Dokumenten.