Was läuft in Berlin
Installation von Ryuichi Sakamoto

Hamburger BahnhofMoabit

Ryuichi Sakamoto: Klang sehen, Zeit hören (Ryuichi Sakamoto: seeing sound, hearing time)

Jetzt zu sehen11. September 2026 – 20. Juni 2027Kostenpflichtig – siehe Website

Die erste große europäische Retrospektive von Ryuichi Sakamoto: sieben Werke in fünf großformatigen Installationen, eröffnet im Rahmen der Berlin Art Week.

Mehr in Berlin

Die erste Installation zeigt ein vom Tsunami 2011 zerstörtes Schulpiano. Es steht in einem Wasserbecken unter einer Leinwand, auf der Schnee fällt. Niemand sitzt am Klavier. Ein Metallaufsatz drückt die Tasten, gesteuert von Echtzeitdaten zu Erdbeben rund um den Globus.

Dies ist Sakamotos erste große Retrospektive in Europa: sieben Werke in fünf Installationen auf rund 1.500 Quadratmetern der Rieckhallen, entstanden in Zusammenarbeit mit Shiro Takatani, Carsten Nicolai und Apichatpong Weerasethakul. Die Wände sind schwarz, der Boden so poliert, dass er die Bildschirme wie ein See spiegelt. In async-immersion steht man vor einer 18 Meter breiten LED-Wand mit einem nebligen Wald, während ein verfremdet klingendes Klavier über ein 14-Kanal-Soundsystem spielt.

In der taz nannte Julian Weber die Inszenierung zen-artig, schrieb jedoch, ihre ruhige Oberfläche betäube einen zugleich mit schierer Technik. Der Eintritt kostet 16 € (ermäßigt 8 €) und gilt auch für die Sammlung. Die Ausstellung ist rollstuhlgerecht und donnerstags bis November bis 20 Uhr geöffnet.

Tipp der Redaktion

Ein vom Tsunami 2011 zerstörtes Schulpiano steht in einem Wasserbecken; seine Tasten werden von aktuellen Erdbebendaten angeschlagen. In der taz nannte Julian Weber die Inszenierung zenhaft, angesichts ihrer schieren Technisierung jedoch lähmend.

Nicht verpassen

  • IS YOUR TIME (2017/2024)

    Achten Sie auf das vom Tsunami beschädigte Schulpiano in seinem Wasserbecken: Die Tasten werden von einem Metallgerät gedrückt, das mit aktuellen Erdbebendaten gespeist wird, während auf der Leinwand darüber Schnee fällt.

  • async-immersion (2023)

    Eine 18 Meter breite LED-Wand zeigt auf der einen Seite einen nebligen Wald. Auf der anderen wird sein Licht zu Streifen auseinandergezogen, die nach und nach Pixel für Pixel abgetastet werden.

  • TIME, TIME (2024)

    Drei großflächige Projektionen zeigen den Tänzer Min Tanaka und die Shō-Spielerin Mayumi Miyata auf einer Bühne aus Wasser.

  • ENDO EXO

    Zu Sakamotos Klaviermusik laufen Aufnahmen ausgestopfter Vögel und Amphibien aus dem Berliner Naturkundemuseum. Das Werk entstand mit Carsten Nicolai.

  • async-first light (2017) und Durmiente (2021)

    Apichatpong Weerasethakuls Bilder von Kinopublikum, Straßen, Tieren und schlafenden Menschen, ergänzt um einen Film mit Tilda Swinton.

Gut für

  • Date
  • Allein unterwegs
  • Gäste von auswärts

Nichts für dich, wenn

Dunkle Räume voller Bildschirme sind nichts für Sie: Jedes Werk hier ist eine audiovisuelle Installation in schwarz ausgekleideten Hallen.

Mehr Ausstellungen: Hamburger Bahnhof

Jetzt in der Nähe

In der Nähe

Bildnachweise

9

Ihr Bild? Wir korrigieren oder entfernen es auf Anfrage.