iRund 11.500 historische Vogelpräparate, die während der Sanierung des Historischen Vogelsaals ausgelagert wurden, erzählen Geschichten über Artenvielfalt, Krieg, Forschung und Artenschutz.
Die Wände dieser Ausstellung bestehen aus Transportkisten. Als der Historische Vogelsaal wegen Sanierungsarbeiten geschlossen wurde, reinigte, fotografierte und verpackte das Team alle 11.500 Vogelpräparate und stapelte die Kisten für die Ausstellung, statt sie ins Depot zu bringen. Die meisten Vögel sind über 100 Jahre alt; sie befanden sich bereits in diesem Gebäude, als es im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde.
Zwischen den Kistenstapeln führen sieben Themen durch die Ausstellung, ausgewählt gemeinsam mit mehr als 350 Besucherinnen und Besuchern: die kolonialen Wurzeln der Sammlung, die Frage, warum manche Präparate geschminkt sind, DNA- und Isotopenforschung an alten Federn und warum der Schwarzmilan in Australien „Feuerfalke“ heißt. Wer in Berlin zur Miete wohnt, kennt das Szenario: eine Sanierung, 11.500 Mieterinnen und Mieter in Kisten verpackt und das Versprechen, sie bekämen ihre alte Wohnung zurück.
Es geht ebenso sehr darum, wie das Museum sich neu aufstellt, wie um Vögel. Der reguläre Eintritt gilt auch für die Ausstellung (11 €, ermäßigt 5 €); sie ist bis zum 30. Juni 2027 zu sehen.
Die Wände aus Transportkisten
Sehen Sie sich die gestapelten Umzugskisten an: Sie bilden die Architektur der Ausstellung und tragen Informationstafeln zu den Bauarbeiten und zum Wandel des Museums.
Die Kolibris
Metallisch schimmernde Kolibri-Präparate, daneben die Geschichte jener Arten, die sich aus 40 Metern Höhe kopfüber in die Tiefe stürzen.
Die Großtrappe
Ein präparierter Großtrappenhahn mitten in der Ausstellung, aufgeplustert wie bei der Balz um die Weibchen.