Was läuft in Berlin
Ausstellungsansicht von [ materialistin ]. Matter of Care, Care of Matter

Hamburger BahnhofMoabit

[ materialistin ]: Matter of Care, Care of Matter

Jetzt zu sehen3. Juli 2026 – 14. März 2027Kostenpflichtig – siehe Website

Gruppenausstellung des Künstlerinnenkollektivs [ materialistin ], die neue Formen kollektiver Praxis und Solidarität beleuchtet.

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Am Eingang begegnet man zuerst einem riesigen, pelzigen Wurm mit menschlichen Händen und Augen. Charlotte Alex von Berlin Art Link fand Theresa Rothes Me as a Worm „zugleich niedlich und weich aussehend, aber auch unheimlich und seltsam“ und musste an das Meme denken: Würdest du mich noch lieben, wenn ich ein Wurm wäre?

In diesem Eingangsraum ist je eine Arbeit der acht Leipziger Bildhauerinnen in [ materialistin ] zu sehen. Danach erhält jede Künstlerin einen eigenen Bereich – insgesamt sind es mehr als 60 Arbeiten. Man passiert Agnes Lammerts hängende Nester aus Stahldraht und Kokosfasern und gelangt zu Lucy Königs Stahltisch. Darauf stehen Teller, die in Marmor gehauen sind; ringsum wachsen Kräuter, Kohl und Erdbeeren. Teller, die niemand abwaschen kann: Endlich ein Tisch, der den WG-Abwaschplan klärt.

Alex schreibt, die Arbeiten schienen einen zum Berühren einzuladen. Der Eintritt kostet 16 € (ermäßigt 8 €, unter 18 Jahren frei); donnerstags ist bis 20 Uhr geöffnet. Künstlerinnenführungen sind im Eintritt enthalten und starten am 8. November, 24. Januar und 14. Februar im Foyer: um 12 Uhr auf Deutsch, um 13 Uhr auf Englisch.

Nicht verpassen

  • Me as a Worm (Theresa Rothe)

    Halten Sie im Eingangsraum Ausschau nach dem monumentalen, pelzigen Wurm mit menschlichen Händen und Augen: Er sieht weich und zum Kuscheln aus, ist aber zugleich so seltsam, dass man lieber Abstand hält.

  • blossom and imprint (Lucy König)

    Ein langer Tisch aus verzinktem Stahl, gedeckt mit Tellern, Gläsern und Besteck, die aus Marmor gehauen sind. Dazwischen wachsen unter Pflanzenlampen Kräuter, Gemüse und Heilpflanzen; leise plätschert die Bewässerungsanlage.

  • Murmuration (Agnes Lammert, 2026)

    Verbundene Hohlformen aus geschweißtem Stahldraht und Kokosfasergewebe hängen frei im Raum. Sie sind Hornissennestern und gemeinschaftlich angelegten Nestern von Webervögeln nachempfunden und haben Öffnungen, durch die man hineinsehen kann.

  • cramps I-V (Theresa Rothe)

    Fünf rosafarbene, wurstförmige Wesen aus Silikon mit einem Ausdruck stiller Besorgnis – Teil von Rothes begehbarer Installation aus Fliesen, Vorhängen und Podesten.

  • my crying is older than me (Enne Haehnle, 2026)

    Ein Satz aus weißem Neonleuchtglas leuchtet in Haehnles Bereich an der Wand. Gemeinsam mit ihrer räumlichen Zeichnung aus geschmiedetem Stahl und schwarzgeglühtem Draht bildet er den Abschluss der Ausstellung.

Gut für

  • Abendbesuche
  • Stadtkenner
  • Regentage

Nichts für dich, wenn

Sie möchten Gemälde sehen: Hier gibt es ausschließlich Skulpturen und Installationen aus Marmor, Ton, Beton, Stahl und Silikon.

Mit Kindern

Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Am Sonntag, 8. November, von 12 bis 17 Uhr ist die Künstlerin Lucy König beim offenen Familientagsatelier im Atelier der Rieckhallen dabei. Eine Anmeldung ist nicht nötig: 10 € pro Familie mit zwei Personen, 15 € für drei oder mehr Personen, Eintritt inklusive.

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Bildnachweise

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