Was läuft in Wien
Römische tragbare Sonnenuhr, Innenseite des Deckels mit astronomischer Darstellung, 2. Jahrhundert n. Chr.

Kunsthistorisches Museum WienInnere Stadt

Die beste Zeit – unterwegs mit einer römischen tragbaren Sonnenuhr (Prime Time – Travelling with a Roman Portable Sundial)

Jetzt zu sehenBis 14. März 202722 €

Vitrine EXTRA #9: eine vier Zentimeter große römische Taschensonnenuhr aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., vermutlich die am vollständigsten erhaltene von weltweit nur etwa zwanzig bekannten Exemplaren.

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Das Gehäuse ist etwa vier Zentimeter lang: eine aus einem Medaillon herausgearbeitete Bronzehülle. Auf dem Deckel ist Kaiser Antoninus Pius zu sehen; darunter scheuen die vier Pferde des Sonnengottes, während Phaethon aus dem Wagen stürzt. Im Inneren sitzt ein Stift für vier austauschbare Scheiben. Jede Seite ist für einen anderen Teil des Reiches graviert – von Britannia bis Ägypten.

Diese neunte Vitrine EXTRA zeigt ein einzelnes Objekt in den griechischen und römischen Galerien. Das Museum versetzt Sie in die Rolle des Besitzers: Sie wählen die Scheibe für Ihren Standort, stellen einen Zeiger auf den Monat ein und lassen einen Lichtstrahl durch einen seitlichen Schlitz auf eine Stundenlinie fallen. Der Katalog räumt ein, dass die Linien nur ungefähr eingezeichnet sind – die Sonnenuhr war also eher ein Statusobjekt als eine präzise Uhr. Acht Scheibenseiten, sechzehn Ortsnamen – und kein einziges Mal Vindobona.

Es ist nur ein Objekt: Verbinden Sie den Besuch mit einem Rundgang durch die Antikensammlungen im Hochparterre. Der Eintritt erfolgt mit einem zeitgebundenen Museumsticket: 22 € online, 24 € vor Ort, für unter 19-Jährige frei. Donnerstags bis 21 Uhr, noch bis zum 14. März 2027.

Nicht verpassen

  • Antoninus Pius auf dem Deckel

    Das Kaiserporträt krönt die winzige Bronzehülle. Die Titel auf dem Medaillon datieren es auf die Jahre 142 bis 144 n. Chr.

  • Phaethons Sturz auf der Unterseite

    Auf der Unterseite lösen sich die vier Pferde des Sonnenwagens voneinander. Der Junge, der mit dem Kopf voran zwischen ihnen hinabstürzt, ist heute nur noch schemenhaft zu erkennen.

  • Die Scheibe mit ALEXAN und AEGYP

    Auf einer der vier Bronzescheiben sind die Buchstaben für Alexandria und Ägypten über einem Raster aus Monats- und Stundenlinien noch deutlich lesbar.

  • Die Himmelskarte im Deckel

    Eine stereografische Projektion: Kreise markieren Sommersonnenwende, Tagundnachtgleiche und Wintersonnenwende; fächerförmig verlaufende Linien teilen die zwölf Stunden des Tages und der Nacht ein.

Gut für

  • Unter einer Stunde
  • Stadtkenner
  • Detailverliebte

Nichts für dich, wenn

Sie eine große Ausstellung erwarten: Hier ist nur ein vier Zentimeter großes Objekt in einer einzelnen Vitrine zu sehen.

Mit Kindern

Unter 19-Jährige haben freien Eintritt. Alles dreht sich um ein einziges, etwa vier Zentimeter langes Objekt – ideal als kurzer Halt bei einem Familienbesuch, nicht als eigener Ausflug.

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Bildnachweise

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