iHeidi Horten CollectionInnere Stadt
Kabinettausstellung über den Damenschuh als Fetischobjekt, Projektionsfläche und Gegenstand feministischer Kritik: Schuhdrucke von Andy Warhol neben Arbeiten von Birgit Jürgenssen, Gudrun Kampl und Sylvie Fleury.
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Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
1955 wurde Andy Warhol Woche für Woche damit beauftragt, eine Schuhanzeige für The New York Times zu zeichnen. Aus dem Auftrag entstanden mehr als ein Dutzend Zeichnungen, zu denen der Dichter Ralph Pomeroy geistreiche literarische Anspielungen beisteuerte. Später fasste Warhol die Arbeiten in einem Portfolio mit dem Titel À la recherche du Shoe perdu zusammen – ein Wortspiel mit Proust.
Diese Serie steht im Zentrum der Kabinettausstellung. Sie zeigt den Damenschuh als Fetischobjekt, Projektionsfläche und Gegenstand feministischer Kritik. Neben Warhol hängen Arbeiten von Birgit Jürgenssen, Gudrun Kampl und Lena Henke; die Reihe setzt sich mit Mona Hatoum, Sylvie Fleury, Erwin Wurm und Sue Williams fort. Warhol zeichnete jede Woche gegen Bezahlung einen neuen Schuh; der Zalando-Retourenstapel vor Ihrer Haustür in Wien ist die Version desselben Rituals im Jahr 2026.
Die Ausstellung beginnt am 21. Oktober und läuft bis zum 18. April 2027. Der Eintritt kostet 12 € und gilt für das gesamte Museum. Donnerstags ist das Gebäude bis 21:00 Uhr geöffnet, dienstags bleibt es geschlossen.
Andy Warhols Schuhdrucke aus den 1950er-Jahren, entstanden während seiner Zeit als Werbeillustrator, hängen neben Arbeiten von Birgit Jürgenssen, Gudrun Kampl und Lena Henke. Sie behandeln den Damenschuh als Fetisch und Gegenstand feministischer Kritik. Eine Ausstellung im Kabinettformat.
Warhols À la recherche du Shoe perdu, 1955
Die Schuhzeichnungen, die Warhol für die wöchentlichen Anzeigen in The New York Times anfertigte, ergänzt um Ralph Pomeroys literarische Bildtexte.
Für alle unter 19 Jahren ist der Eintritt nach den üblichen Eintrittsregeln des Museums frei.