Was läuft in Berlin
Jeewi Lee, Inner Monologue Popenguine, 2026

Berlinische GalerieKreuzberg

Jeewi Lee. Residual Memories. GASAG Art Prize 2026

Jetzt zu sehen11. September 2026 – 5. April 2027Kostenpflichtig – siehe Website

Die erste institutionelle Einzelausstellung der Gewinnerin des GASAG Art Prize in Berlin: Malerei, Skulpturen und Installationen aus Sand und den Spuren der Zeit.

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Ein einzelnes Sandkorn, per CT gescannt und bis auf das 3.000-Fache vergrößert, liegt wie ein Felsbrocken auf einer Scheibe. Monopol zählt sieben große und sieben kleinere.

Man betritt die Eingangshalle in warmem Licht, das weiter hinten immer tiefer orange leuchtet. Lee nennt sie einen „dystopischen asiatischen Garten“: Sandflächen auf dem Boden, dazwischen die Körner, ihre Scans auf Netze projiziert, die von der Decke hängen. Die Gemälde aus der Reihe Field of Fragments beziehen ihre Farbe ausschließlich aus Sand, der jeweils an einer Küste gesammelt wurde – die in jedem Titel genannt wird. Durchgehend ist ein 60-minütiges Stück aus Sandaufnahmen zu hören. Lee weist darauf hin, dass man aus dem Urlaub eigentlich keinen Sand mit nach Hause nehmen soll. Sie brachte Sand aus Ghana, Stromboli, New York und Mallorca mit und ließ ihn scannen.

Die Ausstellung ist schwach beleuchtet und bietet keine Sitzgelegenheiten; an der Garderobe gibt es jedoch kostenlos Klapphocker. Die Texte sind auf Deutsch und Englisch. Tickets kosten 14 € (ermäßigt 7 €, unter 18 Jahren frei); am ersten Mittwoch des Monats zahlen alle 7 €. Dienstags geschlossen.

Nicht verpassen

  • Die riesigen Sandkörner

    Halte Ausschau nach einzelnen Körnern, die mit Nano-CT gescannt und bis auf das 3.000-Fache vergrößert gedruckt wurden. Jede Vertiefung und jeder Grat ist sichtbar; sie liegen da wie Felsbrocken oder koreanische Suseok-Steine.

  • Gemälde aus der Reihe Field of Fragments

    Minimalistische Farbfeldgemälde, deren Farbton ausschließlich vom Sand einer einzigen Küste stammt: grüner vom Westen Koreas, leuchtend orange vom Alentejo in Portugal, weißer von Mallorca.

  • Scans auf hängenden Netzen

    Die Scans der Sandkörner werden auf Netze projiziert, die über den Sandinseln am Boden von der Decke hängen.

  • Das immer tiefere Orange des Lichts

    Am Eingang ist das Licht warm; je weiter man in die Halle geht, desto tiefer orange wird es. Die Lichtgestaltung stammt von Thorsten Kosellek.

  • Jared Meier-Klodts Sand-Soundtrack

    Eine 60-minütige Komposition aus Sandaufnahmen: In Millisekunden kurze Klangkörner werden geschnitten und zu vielschichtigen Texturen zusammengesetzt, die in der gesamten Ausstellung zu hören sind.

Gut für

  • Allein unterwegs
  • Stadtkenner
  • Detailverliebte

Nichts für dich, wenn

Du möchtest Dinge abgebildet sehen: Die Gemälde sind monochrome Farbfelder in Sandtönen, die Skulpturen bestehen aus Sandkörnern.

Mit Kindern

Unter 18-Jährige haben freien Eintritt. Einige Werke liegen auf dem Boden und sind im schwachen Licht schwer zu erkennen – behalte kleine Kinder deshalb in deiner Nähe.

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Bildnachweise

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