iJewish Museum BerlinKreuzberg
Zwölf zeitgenössische Kunstprojekte – unter anderem von Yael Bartana, William Forsythe und Alexander Kluge – entwerfen Wege zu einer anderen Gegenwart. Old Building, Ebene 1.
Ein Mann geht rückwärts durch eine helle Halle, während eine Frau ihn von einer Bank aus beobachtet. Er folgt William Forsythes Backwards, choreografischen Anweisungen, die auf die Wand geschrieben sind – Sie können sie ebenfalls ausprobieren. Ein paar Schritte weiter nehmen Sie ein mit Stickern beklebtes Plakat von einem der Stapel auf dem Boden, die Eran Schaerf dort ausgelegt hat.
Zum 25-jährigen Jubiläum gab das Museum zwölf Künstlerinnen und Künstlern eine Radiodebatte aus dem Jahr 1964 zwischen Ernst Bloch und Theodor W. Adorno über die Möglichkeiten der Utopie und beauftragte jede und jeden mit einem neuen Projekt. Die Antworten sind Filme, Klangarbeiten, Drucke und Installationen: In Dor Zlekha Levys Esperoj setzen Sie Kopfhörer auf und lauschen; Alona Rodehs Raum ist dunkel, neblig und von Lichtblitzen erhellt.
Die Ausstellung befindet sich im Old Building, Ebene 1. Der Eintritt kostet 10 € (ermäßigt 4 €, unter 18 Jahren frei). Die Texte sind auf Deutsch und Englisch, es gibt etwa 80 Sitzplätze. The Choir of Time Astronauts, ein Ensemble aus Sängerinnen und Sängern über neunzig, probt am 16. Oktober, 5. und 25. November, 18. Dezember und 10. Januar live.
Choir of Time Astronauts
Die Sängerinnen und Sänger von Ari Benjamin Meyers sind alle über neunzig und tragen Raumanzüge; einige sitzen im Rollstuhl oder gehen mit Gehstöcken. Kommen Sie an einem Probentag vorbei und erleben Sie, wie sie wieder von vorn beginnen.
Forsythes Backwards
Schriftzüge aus Vinyl an einer Hallenwand geben choreografische Anweisungen für Bewegungen rückwärts. Besucherinnen und Besucher gehen ihnen folgend rückwärts durch den Raum.
Büttners Jetzt (Now)
Ein etwa eineinhalb Meter hoher Schwarz-Weiß-Holzschnitt. Oben rechts steht das Wort „Jetzt“ spiegelverkehrt gedruckt.
Bartanas Satellit und The Birds
Eine Metallmaschine, die an einen Ventilator oder Satelliten erinnert, ist auf eine große Leinwand gerichtet. Darauf klettern Gestalten eine Leiter hinauf, eine von ihnen trägt eine Vogelkopfmaske.
Schaerfs Plakatstapel
Große zweifarbige Offsetdruckplakate, mit Stickern beklebt, liegen auf dem Boden gestapelt. Besucherinnen und Besucher nehmen sie mit – eine Hommage an die Schriftstellerin Jacqueline Kahanoff.
Sie interessieren sich für historische Objekte: Hier sind zwölf Auftragsarbeiten zeitgenössischer Kunst zu sehen, vor allem Filme, Klangarbeiten und Installationen.
Die kostenlose Ephra-Tour gibt Kindern eine Tasche, in der sie Hinweise zu allen zwölf Werken für das Story Wheel sammeln können. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Zwei Räume sind sehr dunkel, in einem davon gibt es Blitzlicht.