iCapitoline Museums · Campidoglio
Eine Ausstellung im Palazzo dei Conservatori, die der Gestalt des Engels in der westlichen Kunst von der Antike bis heute nachgeht – gegliedert in die drei Abschnitte Boten, Wächter und Wanderer.
Lo Spadarinos Schutzengel hängt normalerweise in der Kirche San Rufo in Rieti. Hier treten der Engel und das Kind, das er beschützt, aus einem dunklen Hintergrund hervor. Der Kritiker von GB Opera beschrieb, wie das Licht so langsam zunimmt, dass der Engel aus dem Schatten aufzutauchen scheint.
Drei Abschnitte folgen der Gestalt des Engels von den geflügelten Figuren der Antike bis ins 20. Jahrhundert. „Boten“ versammelt Verkündigungsszenen, darunter Carlo Dolcis Engel aus den Uffizien. „Wächter“ stellt Pietro da Cortonas Leinwand von 1656 dem Werk von Spadarino gegenüber. „Wanderer“ führt in die Moderne, mit Omar Galliani und Osvaldo Licini. Zu sehen sind ein um 870 v. Chr. in Nimrud gemeißelter geflügelter Genius und – in denselben Räumen – Licinis Werk von 1951.
Die Ausstellung ist Papst Franziskus gewidmet. Der Kritiker fand jedoch, dass sie nie feierlich wird, und lobte die zurückhaltende Hängung. Bis zum 1. November ist der Eintritt im Kapitolinischen Ticket enthalten: 16,50 €, ermäßigt 11 €, für Einwohner Roms mit Ausweis kostenlos. Das Ticket gilt nicht für die Ausstellung zu Rivera in der Villa Caffarelli.
Lo Spadarino, Schutzengel (um 1620)
Die Kirche San Rufo in Rieti hat das Werk als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Der Engel beugt sich in einer stillen, häuslichen Szene vor dunklem Hintergrund über das Kind.
Pietro da Cortona, Schutzengel (1656)
Eine über zwei Meter hohe Leinwand aus dem Palazzo Barberini: Die schützende Geste gewinnt barocke Monumentalität und weist kraftvoll nach oben.
Carlo Dolci, Engel der Verkündigung (um 1650)
Der Engel aus den Uffizien, mit gesenktem Blick. Sein Gesicht tritt mit glatt polierter Wirkung vor dunklem Hintergrund hervor.
Assyrisches Relief eines geflügelten Genius aus Nimrud
Eine Kalksteinplatte aus der Zeit um 870 v. Chr., als Leihgabe des Museo Barracco. Sie zeigt die geflügelten Figuren, die es in der antiken Welt lange vor den christlichen Engeln gab.
Osvaldo Licini, Rebellischer Engel auf dunkelblauem Grund (1951/52)
Ein Ölgemälde auf Masonit, in dem der Engel zu einem unruhigen Zeichen wird, das in einem abstrakten, dunkelblauen Raum schwebt.
Wenn Sie Kunst ohne religiösen Rahmen suchen: Diese Ausstellung hat einen religiösen Bezug und ist Papst Franziskus gewidmet.