iPalais de Tokyo · 16e arrondissement
Valerie John erforscht Indigoblau als Material, Erinnerung und künstlerische Geste. Ihre Assemblagen aus Papier, Textilien und Objekten spüren den kulturellen Verbindungen zwischen Martinique und Westafrika nach.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Der Titel ist Martinikanisches Kreolisch und bedeutet „so schwarz, dass es blau wird“. Die Ausstellung durchmisst dieses ganze Spektrum im Indigoblau – von tiefstem Blau bis zu leuchtendem Schwarz. Valérie John, 1964 in Fort-de-France geboren, erlernte das traditionelle Indigo-Färben im Senegal, wo sie bis heute zeitweise lebt.
Die Arbeiten entstanden ab den 1990er-Jahren, nachdem sie nach Martinique zurückgekehrt war und ihr sogenanntes „atelier-œuvre“ eingerichtet hatte – ein Atelier, das selbst das Werk ist. Zu sehen sind Papier- und Textilassemblagen, Kleidungsstücke, Objekte und Bücher: an den Wänden, auf dem Boden und frei im Raum hängend. Seit ihrer Studienzeit arbeitet sie mit dem Pagne, dem westafrikanischen Wickeltuch, als einem Gegenstand, der Erinnerungsschichten bewahrt.
Die Ausstellung eröffnet am 21. Oktober; Rezensionen liegen daher noch nicht vor. Am 21. Oktober (12 bis 22 Uhr) und am 22. Oktober (12 bis 17 Uhr) ist der Eintritt ohne Buchung frei. Danach gilt das Ticket für 13 € (ermäßigt 9 €, unter 18 Jahren frei) für alle Ausstellungen im Gebäude. Dienstags geschlossen, donnerstags bis Mitternacht geöffnet.
Für unter 18-Jährige ist der Eintritt frei.