iMusée du quai Branly - Jacques Chirac · 7e arrondissement
Eine Installation von Yo-E Ryou in der Musikdose der Collections Plateau, die sich durch Klang, Atem und Dauer entfaltet, um die Resonanz zwischen Körpern, Wasser und Erinnerung zu erkunden.
Sie betreten die Boîte à musique, die Musikdose auf der Collections Plateau, setzen sich und hören Menschen atmen. Yo-E Ryou hat die Arbeit aus dem Atem der Haenyeo entwickelt, der Frauen, die vor der Insel Jeju in Südkorea frei tauchen: aus den gleichmäßigen Atemzügen zwischen den Tauchgängen, aus Anstrengung und Erschöpfung, aus dem Atem in den Ruhepausen – vermischt mit Meeresklängen und Aufnahmen, die gemeinsam mit den Taucherinnen entstanden sind.
Ryou zog 2021 nach Jeju, lernte schwimmen und tauchen, trainierte an einer Haenyeo-Schule und ging anschließend mit lokalen Taucherinnen ins Meer. Die Arbeit entstand im Rahmen der Klangresidenz des Museums 2025, produziert mit Le Fresnoy. Sie hat weder Anfang noch Ende und gibt keinen Weg vor: Das Museum lädt Sie ein, sich hinzusetzen und in Ihrem eigenen Tempo zuzuhören.
Kommen Sie für einen langsamen, stillen Moment mitten in der Dauerausstellung – nicht wegen der Objekte. Der Museumseintritt für 14 € (ermäßigt 11 €) schließt den Besuch ein. Donnerstags ist die Installation bis 22 Uhr geöffnet; laut Museum ist sie für sehbehinderte Besucherinnen und Besucher geeignet.
Der Atem eines Tauchgangs
Achten Sie auf den Atemzyklus, auf dem die Arbeit aufbaut: die gleichmäßigen Atemzüge vor dem Tauchgang, das Anhalten des Atems und schließlich die Anstrengung, Erschöpfung und Ruhe beim Auftauchen.
Aufnahmen gemeinsam mit den Haenyeo
Zwischen Atemzügen und Meeresklängen hören Sie Aufnahmen, die Ryou gemeinsam mit den Taucherinnen von Jeju gemacht hat, mit denen sie trainierte.
Sie möchten Objekte betrachten: Hier geht es um eine Klangarbeit, die aus Atem entstanden ist.
Laut Museum ist die Installation für jedes Alter geeignet; der reguläre Museumseintritt schließt den Besuch ein.