iPace Gallery · Chelsea
Neue Gemälde der in London lebenden Li Hei Di, die sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegen und vom Mythos der Göttin Nüwa geprägt sind, die Menschen aus Schlamm formte. Ihre erste Einzelausstellung bei Pace in New York.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Li Hei Di dachte immer wieder an Nüwa, die chinesische Göttin, von der es heißt, sie habe Menschen erschaffen, indem sie ein Seil in schlammiges Wasser tauchte und schwang – jeder Tropfen, der dabei fortspritzte, landete als Mensch auf der Erde. Im Laufe eines Jahres persönlicher Veränderung stellte Li sich den eigenen Körper als einen dieser Tropfen vor. Aus diesem Jahr gingen die neuen Gemälde hervor. Li nennt sie „riesige Zuhörer“, die Li durch diese Zeit getragen hätten.
Die Figuren finden nie zur Ruhe und gleiten zwischen Figuration und Abstraktion hin und her. Ihre Farbpalette schimmert, wie Pace es nennt, beinahe; Formen treten hervor und verschwinden wieder. Die Hängung ist so geplant, dass beim Gang durch die Räume immer wieder andere Werke und Zusammenstellungen in den Blick kommen. Wer im Dezember auf der Tenth Avenue schon einmal von einem Taxi nassgespritzt wurde, kennt die Hälfte von Nüwas Methode.
Es ist Lis erste Einzelausstellung bei Pace in New York – und bislang hat noch niemand sie besprochen. Der Eintritt im Pace-Gebäude in Chelsea, 540 West 25th Street, ist frei. Die Ausstellung ist vom 6. November bis zum 19. Dezember zu sehen; die Eröffnung findet am 5. November von 18 bis 20 Uhr statt.