iGagosian · Chelsea
Neue Gemälde von Julie Curtiss zeigen gesichtslose Figuren in New Yorker Wohnungen, Waschsalons und Bodegas. Die Ausstellung ist ihre erste Präsentation mit Gagosian in New York und findet in der 541 West 24th Street statt.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Auf einem Gemälde steht die hintere Hälfte eines Elefanten in einer Bodega-Tür. Die Ladenfront ist mit Anzeigen für Backwaren und Deli-Sandwiches zugepflastert. Die Bodega-Katze bekommt Konkurrenz.
Die neuen Gemälde – Curtiss’ erste Präsentation mit Gagosian in New York – spielen in der Stadt: in Wohnungen, Waschsalons und Bodegas, am Fenster einer Wahrsagerin. Die Menschen sind angeschnitten oder abgewandt, sodass kein Gesicht zu sehen ist. In Makeover stehen zwei Frauen in Pelzmänteln, mit Sonnenbrillen und Kompressionsmasken nach einer Schönheitsoperation mit dem Rücken zum Publikum. Nur die Tiere zeigen ihr Gesicht: Fische und eine Krabbe in den Aquarien eines Restaurants in der Grand Street sowie ein Tintenfisch, der im Schlafzimmer mit einem Wal kämpft – das Motiv stammt aus einem Diorama im American Museum of Natural History.
„Im Moment fühlt sich nichts wirklich an“, sagt Curtiss. Die Galerie verspricht dazu hintergründigen Humor. Der Eintritt ist frei; geöffnet ist dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr in der 541 West 24th Street. Der Empfang zur Eröffnung findet am Dienstag, dem 10. November, von 18 bis 20 Uhr statt. Die Ausstellung läuft bis zum 19. Dezember.
Bodega (2026)
In einer flächigen, nüchternen Komposition füllt das Hinterteil eines Elefanten eine Ladentür. Die Außenseite ist mit Anzeigen für Backwaren und Deli-Sandwiches bedeckt.
Makeover (2026)
Zwei Frauen, von hinten gesehen, in Pelzmänteln, mit Sonnenbrillen und Kompressionsmasken nach einer Schönheitsoperation. Haare, Pelz und Accessoires sind Muster für Muster gemalt.
Dirty Laundry (2026)
Der Blick geht nach unten: Auf einem Schachbrettboden stehen sich die eleganten Schuhe eines Mannes und einer Frau gegenüber, vor einer Reihe Waschmaschinen.
Squid and Whale (2026)
Der Kampf zwischen Raubtier und Beute aus einem Diorama im Natural History Museum – eine Szene, die kein Mensch je tatsächlich beobachtet hat – ist aus den Tiefen des Ozeans in ein Schlafzimmer verlegt.
Grand Street (2026)
Nachts in der Restaurantküche: Becken mit Fischen, Muscheln und einer Krabbe liegen im farbigen Licht; im Fenster hängen gebratene Enten.