iCulturgestAvenidas Novas
Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen der deutschen Künstlerin Amelie von Wulffen, die Popikonen wie Heidi und die Biene Maja mit den dunkleren Unterströmungen der deutschen Geschichte verbindet.
Culturgests eigene Beschreibung nennt die Figuren: Heidi, die Biene Maja, John Travolta und Walls Eiscremes. Diese Popkulturikonen malt und zeichnet Amelie von Wulffen, 1966 in Breitenbrunn geboren, in Szenen mit Figuren aus dem konservativ-bürgerlichen deutschen Leben.
Ihre erste Ausstellung in Portugal füllt Gallery 1 mit mehr als 100 Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen, die meisten davon aus dem vergangenen Jahrzehnt. Laut Kurator folgen die acht Räume weder einer Chronologie noch einem Thema oder einer Serie. Zu Beginn stehen Sie vor einem gemalten Kleiderschrank, der einer Bank gegenübersteht. Unter ihrer Sitzfläche verbirgt sich ein Aquarell von Paris, gemalt an dem Tag im Juni 1940, an dem die Truppen der Nazis die Stadt einnahmen.
Rezensionen sind bislang nicht erschienen. In Room C können Sie den Essay der Künstlerin, Des Pudels Kern, mit nach Hause nehmen. Der Kurator bezeichnet ihn als wichtigsten Text über ihr Werk. Der Eintritt kostet 4 Euro und ist sonntags frei. Die verbleibenden Samstagstermine um 16 Uhr sind der 7. November mit portugiesischer Gebärdensprache, der 16. Januar mit Audiodeskription und der 23. Januar mit Ana Gonçalves.
Unter der Sitzfläche einer bemalten Bank verbirgt sich ein Aquarell von Paris, entstanden an dem Tag, an dem 1940 die Truppen der Nationalsozialisten die Stadt einnahmen. In mehr als 100 Werken stellt Amelie von Wulffen Heidi und die Biene Maja der deutschen Geschichte gegenüber, ohne feste Reihenfolge.
Die Bank mit Paris unter der Sitzfläche
Im ersten Raum können Sie unter der Sitzfläche einer Malerbank von 2008 ein Aquarell von Paris entdecken, mit der Opéra im Hintergrund. Es hing jahrelang im Elternhaus der Künstlerin.
The Shit Spirit
In Room B verkauft ein homunkulusartiger Künstler mit Bauchtasche kleine Muscheльskulpturen von den Oberseiten von Malkisten mit nautischen Motiven und hat sich die braunen Hände an der Wand abgewischt.
Siebenunddreißig comicartige Zeichnungen
In Room E hängen 37 kleine Aquarell- und Tuschezeichnungen, die wie Cartoons aussehen, aber keine Geschichte erzählen. Der Kurator nennt sie vereinzelte Momentaufnahmen aus einer stillen Fabel.
Ratzinger löst sich auf
In Room G löst sich die Farbe um das Gesicht und das Lächeln von Papst Joseph Ratzinger in das auf, was der Kurator als Magma bezeichnet, nur wenige Schritte von zwei Porträts der Mutter der Künstlerin entfernt.
Die Biene Maja, in sich zusammengesackt
Im letzten Raum sitzt Maja, deren Autor Waldemar Bonsels ein Nazi war, wie betäubt in einer Pfütze aus ihrer eigenen Pisse, umgeben von Pappmaché-Figuren, die mit Flohmarktbildern bedeckt sind.
Sie eine klare Erzählung erwarten: Laut Kurator folgen die Räume weder einer Chronologie noch einem Thema oder einer Serie.
Das Video in Room F, At The Cool Table, enthält sexuell explizite Inhalte. Culturgest empfiehlt, dass Eltern ihre Kinder begleiten.