iBode-MuseumMitte
Das Münzkabinett präsentiert 20 Jahre deutscher Gedenkprägungen zu mehr als 200 Themen und geht der Frage nach, wer darüber entscheidet, wie unser Geld aussieht.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Teuro, Euronen, Ocken, Penunsen: Der Ausstellungstext des Münzkabinetts beginnt mit den Spitznamen, die Deutsche ihren Münzen geben. Anschließend präsentiert er zwanzig Jahre Gedenkprägungen der Bundesrepublik Deutschland – eine Auswahl zu mehr als 200 Themen, von Persönlichkeiten und Ereignissen über Orte und Kultur bis hin zu Natur. Das Museum nennt sie Geschichte für die Hosentasche.
Die Ausstellung blickt auch hinter die Münzen: Wer wählt die Themen aus, wer entwirft die Motive, wer entscheidet, was geprägt wird – und was macht eine Münze überhaupt gut? Neben den offiziellen Ausgaben ist eine Auswahl aus „Kunstgeld 2127“ zu sehen: einem Wettbewerb des Berliner Medailleurkreises, bei dem Medaillenkünstler sich vorstellen, wie man im Jahr 2127 auf die Zeit von 2006 bis 2026 zurückblicken wird. Besucherinnen und Besucher können einen eigenen Münzentwurf zeichnen und teilen.
Ein Besuch lohnt sich für alle, die wissen möchten, wer darüber entscheidet, wie unser Geld aussieht. Die Seite des Museums gibt es bislang nur auf Deutsch. Ein gedruckter Katalog ist erhältlich; donnerstags ist das Bode-Museum bis 20 Uhr geöffnet.
Die Medaillen aus „Kunstgeld 2127“
Medaillen, 2025 und 2026 gleichsam aus der Perspektive eines Jahrhunderts später geschaffen: höchstens etwa 15 cm groß und jeweils einer Person, einem Ort oder einem Ereignis aus den Jahren 2006 bis 2026 gewidmet – dekorativ oder ausdrücklich politisch.
Die eigene Münze
Das Münzkabinett lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, einen eigenen Münzentwurf zu zeichnen und zu teilen.