iDas 2004 eröffnete National Museum of the American Indian der Smithsonian Institution ist das erste Nationalmuseum, das ganz den indigenen Völkern gewidmet ist. Der fünfstöckige Bau aus Kasota-Kalkstein wurde von Douglas Cardinal (Blackfoot) entworfen und erinnert in seinen fließenden Formen an von Wind und Wasser geformte Felsen. Jede Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften und wird aus deren Blickwinkel erzählt – gestützt auf eine Sammlung von rund 800.000 Objekten aus ganz Nord-, Mittel- und Südamerika. Zu den Höhepunkten zählen die Ausstellung über historische Verträge, Nation to Nation, die popkulturelle Auseinandersetzung Americans sowie das im Außenbereich gelegene National Native American Veterans Memorial. Das Mitsitam Native Foods Cafe serviert traditionelle regionale Gerichte der Indigenen und ist auch kulinarisch eine eigene Reise wert.

Originalverträge als Leihgaben aus den National Archives, Wampum-Gürtel und Friedensmedaillen erzählen die Geschichte der Diplomatie zwischen den USA und den indigenen Völkern von der Kolonialzeit bis heute.

Die erste große Retrospektive des Hoocąk-Bildhauers Truman Lowe: fast 50 Arbeiten aus Weidenholz, Federn und Pigmenten, die die Flüsse, Wasserfälle und Kanus der Wälder von Wisconsin heraufbeschwören.

Zwei perlenbestickte Kleider, die im Abstand eines Jahrhunderts entstanden – ein Fourth-of-July-Kleid der Lakota und ein Ehrenwache-Kleid der Native American Women Warriors –, über indigene Frauen, Militärdienst und Identität. Zu sehen bis Frühjahr 2027.

Eine Bildwand voller indigener Motive – von Land O'Lakes-Butter bis zum Tomahawk-Marschflugkörper – gefolgt von drei thematischen Schwerpunkten zu Pocahontas, dem Trail of Tears und Little Bighorn, die der Frage nachgehen, warum Darstellungen von Native Americans im Alltag allgegenwärtig sind.

Harvey Pratts monumentaler Stahlkreis über einem trommelförmigen Steinsockel auf dem Außengelände des Museums würdigt die indigenen Veteranen – Native Americans, Alaska Natives und Native Hawaiians. Die Gedenkstätte liegt im Freien und ist rund um die Uhr zugänglich.

Mehr als 50 Werke von über 40 Kunstschaffenden – von Fred Kabotie und Tonita Peña bis hin zu Kay WalkingStick, Jeffrey Gibson und Athena LaTocha: Die Schau zeichnet ein Jahrhundert indigener Malerei nach, in dem die Grenzen und Möglichkeiten indigener Kunst immer wieder neu definiert wurden.

Ein kompakter Ausstellungsbereich auf Ebene 2 über die Völker der Algonkin in der Region der Chesapeake Bay – der ursprünglichen Heimat indigener Gemeinschaften, auf der das heutige Washington, DC erbaut wurde – vom ersten Kontakt bis zur Gegenwart.

Rund 3.500 Objekte – Perlenarbeiten, Puppen, Gefäße, Tierfiguren und Waffen – präsentieren sich dicht an dicht in Vitrinen auf den Ebenen 3 und 4 und veranschaulichen die beeindruckende Vielfalt der hemisphärischen Sammlung des Museums.

Fotografien aus dem Archivzentrum des Museums mit einer halben Million Bildern: gesellschaftliche Zusammenkünfte, Familienporträts und stille Momente gewähren einen intimen Einblick in das Leben indigener Gemeinschaften auf dem gesamten amerikanischen Kontinent.
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