iKunst Haus Wien – Museum HundertwasserLandstraße
Hauptausstellung der Klima Biennale Wien: 13 internationale Künstlerinnen und Künstler, darunter Cecilia Vicuña und Kapwani Kiwanga, widmen sich in Skulptur, Installation, Fotografie und Video den Themen Saatgut, Verlust und Regeneration.
Am Eingang steht eine Familie keramischer Getreidegefäße auf einem Podest aus Metall und Beton. Jumana Manna fertigte sie gemeinsam mit Kunsthandwerkern aus Marokko an, nach dem Vorbild der khabya – Vorratsbehälter, die in alte Dorfhäuser der ländlichen Levante eingebaut waren. Die Kritikerin von Berlin Art Link nannte sie lebensfroh.
Vierzehn Künstlerinnen und Künstler nehmen Saatgut zum Ausgangspunkt, um sich mit kolonialer Botanik, Migration und Ernährungssouveränität auseinanderzusetzen – in Skulptur, Installation, Fotografie und Video. Tue Greenfort lässt Österreichs fünf am häufigsten angebauten Nutzpflanzen in einem kantigen Holzkasten unter Lampen wachsen. In einem Gebäude, dessen Architekt die gerade Linie als gottlos bezeichnete, bekommt das Gras ein Rechteck. Dann geht es Hundertwassers gewundene, unebene Treppen hinauf, und im nächsten Raum wölbt sich ein samenförmiges aufblasbares Werk von Kapwani Kiwanga nach außen.
Dieselbe Kritikerin zog die poetischen Arbeiten den didaktischen vor, und A-Desk befand, alles sei miteinander verbunden – „zugleich die Stärke und die Begrenzung des Projekts“. Der Eintritt kostet 16 €, für unter 18-Jährige 7 € und für Kinder unter 10 Jahren ist er frei. Führungen auf Deutsch finden an ausgewählten Sonntagen um 11 Uhr statt und kosten 5 € Aufpreis.
Jumana Mannas Familie von Getreidegefäßen
Am Eingang stehen anthropomorphe Keramikgefäße nach dem Vorbild der khabya der Levante – Getreidebehälter, die einst in Dorfhäuser eingebaut waren – gemeinsam auf einem Podest aus Metall und Beton.
Tue Greenforts Pflanzkasten und bronzener Halm
In einem hölzernen Gehäuse wächst, hell beleuchtet, ein kleines Feld mit den fünf in Österreich am häufigsten angebauten Nutzpflanzen. Daneben hängt an der Wand ein kleiner Bronzeabguss des Halms einer alten Getreidesorte, die nur noch selten angebaut wird.
Kapwani Kiwangas aufblasbarer Samen
Im Obergeschoss befindet sich ein großes, samenförmiges aufblasbares PVC-Objekt, das den gläsernen Wardian Cases nachempfunden ist, in denen Pflanzen einst aus ihren ursprünglichen Lebensräumen verschifft wurden.
Kiwangas Wandteppich Seedbank
An der Wand hinter dem aufblasbaren Objekt hängt ein Wandteppich aus gewebter Wolle und glasierter Keramik mit Nachbildungen afrikanischer Reiskörner, die auf die Geschichte des Sklavenhandels verweisen.
Cecilia Vicuñas Semiya (Seed Song)
In einer ruhigen Ecke zeigt ein projiziertes Video, wie Vicuña gefährdete Andensamen sammelt und dabei singt. Daneben ist eine Übersetzung ihres Gedichts zu sehen, in dem sie Allende um einen Tag des Saatguts bittet.
Wenn Ihnen unebene Böden zu schaffen machen: Die Böden des Gebäudes sind wellig, aber ein Aufzug fährt alle Ebenen an.
Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt, eine Familienkarte kostet 27 €. Am 28. und 29. Oktober findet jeweils von 10:30 bis 12 Uhr der Kinderferienworkshop Zukunft säen statt, bei dem Samen ausgesät werden; Anmeldung erforderlich.
iMAK – Museum of Applied Arts
iMAK – Museum of Applied Arts
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