National Museum of Western ArtUeno Park
Rund 50 Druckgrafiken und Zeichnungen sowie drei Gemälde von 19 Künstlern zeigen, wie das Pariser Theater des 19. Jahrhunderts, von Delacroix’ Shakespeare bis zu Toulouse-Lautrecs Plakaten, Eingang in die Kunst fand.
In einer Lithografie von Daumier aus dem Jahr 1864 verlangt ein Mann zum siebten Mal seinen Sitzplatz zurück. Der Mann, der darauf sitzt, fragt, was geschehe, wenn er das nicht tue. Dann müsse er gehen, lautet die Antwort, was ihn sehr ärgern würde. Der Mann auf dem falschen Platz hat Daumier um fast 150 Jahre überlebt. Heute fährt er mit dem Shinkansen.
Rund 50 Werke von 19 Künstlern sind in der Druckgrafik- und Zeichnungsgalerie im zweiten Stock des New Wing zu sehen. Sie reichen von Delacroix’ Lithografien nach Faust und Hamlet, die es den Menschen ermöglichten, ein Theaterstück im eigenen Arbeitszimmer zu verfolgen, über Daumiers Szenen mit dem Publikum und hinter der Bühne bis zu den Plakaten und Programmheften, die Theater in Auftrag gaben, nachdem sich die Farblithografie verbreitet hatte: Chéret, Mucha, Toulouse-Lautrec, Vuillard. Nur drei Werke sind Gemälde, darunter ein Degas mit drei Tänzerinnen in den Kulissen.
Der Eintritt kostet 500 Yen. Am selben Tag ist der Eintritt mit einer Turner- oder Sammlungskarte sowie für alle unter 18 und über 65 Jahren frei. Für alle ist der Eintritt am 3. und 8. November, am 13. Dezember und am 10. Januar frei. Freitags und samstags ist bis 20 Uhr geöffnet.
Delacroix’ Geist auf der Terrasse
Halten Sie in dieser Lithografie von 1843 Ausschau nach dem Geist von Hamlets Vater. Darunter steht auf Französisch seine Zeile: Ich bin der Geist deines Vaters; räche seinen ruchlosen und widernatürlichen Mord.
Daumiers Theaterpublikum
In diesem Ölgemälde auf Holz sitzt eine schwarz gekleidete Gruppe als Silhouette; ihre Gesichter sind kaum zu erkennen. Dahinter hebt sich die helle Loge in der ersten Reihe ab.
Kostümentwürfe für Madame Butterfly
Félix Régameys sechs Entwürfe von 1906 für die erste Pariser Inszenierung kleiden Butterfly, die Geishas, ihren Onkel, den Bonzen, sowie Pinkerton und Sharpless ein. Auf einem der Entwürfe ist Stoff auf das Papier geklebt.
Sie sind wegen der Gemälde gekommen: Nur drei der rund 50 Werke sind Gemälde, der Rest besteht aus Druckgrafiken und Zeichnungen.
Für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie alle unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.