iGallerie d'Italia Milano · Centro Storico / Piazza della Scala
Diese Ausstellung ist beendet.
Rund 45 Werke zeichnen sechs Jahrzehnte von Arnaldo Pomodoros Schaffen als Bildhauer nach – von seinen Anfängen in den 1950er-Jahren bis zu den Experimenten der 2000er-Jahre. Ergänzt werden sie durch Archivmaterial und Präsentationen, die von seinen eigenen inspiriert sind.
Website des MuseumsIm Salone Scala stehen die ersten Skulpturen: weiße Formen aus Fiberglas auf einer großen weißen Plattform. Pomodoro griff in den 1960er-Jahren in Amerika auf das leichte Material zurück, damit seine Werke transportiert werden konnten. In dieser Halle beginnt der Rundgang – und hierher führt er wieder zurück.
Von dort aus erstrecken sich 45 Werke, davon 40 aus dem Bestand der Künstlerstiftung, über mehrere Jahrzehnte und durch die Seitenräume: Reliefs aus Eisen, Blei, Zinn und Zement aus den 1950er-Jahren, eine fünf Meter hohe Säule und die aufgeschnittenen Kugeln. In einem Raum lassen sich vier Schubladen aus seinem Archiv öffnen. Im Cantiere del '900 stehen seine Säulen neben Arbeiten von Fontana und Consagra; den Abschluss der Ausstellung bilden der Kreuzgang und der Garten im Freien. Wenige Gehminuten entfernt steht auf der Piazza Meda eine große Bronzescheibe – ebenfalls ein Werk Pomodoros.
Ada Masoero bezeichnete die Ausstellung in Il Giornale dell'Arte als streng und spektakulär und hob die Beleuchtung hervor. Sie ist bis zum 18. Oktober zu sehen. Der Eintritt kostet 12 Euro; für unter 26-Jährige und am ersten Sonntag des Monats ist er frei.
Die weiße Plattform im Salone Scala
Zu sehen sind weiße Kugeln und Formen aus Fiberglas, gemeinsam auf einer großen weißen Plattform arrangiert – im Raum, in dem die Ausstellung beginnt und endet.
Colonna del viaggiatore (1965-66)
Eine fünf Meter hohe Bronzesäule, eine spätere Fassung der Eisensäule, die Italsider für das Festival von Spoleto 1962 goss.
Die Schubladen aus dem Archiv
In vier Schränken, die sich öffnen lassen, befinden sich Zeitschriften, Fotografien, Zeichnungen und Fossilien, die Pomodoro aufbewahrte und als Arbeitsmaterial nutzte.
Disco in forma di rosa del deserto n. 1 (1993-94)
Eine Bronzescheibe im achteckigen Kreuzgang, inspiriert von den Wüstenrosen-Kristallen der Sahara. Mit dem wechselnden Licht verändert sich ihre Wirkung.
Sfera grande (1966-67)
Im Freien, im Giardino di Alessandro, steht eine 3,5 Meter breite Fiberglaskugel – eine Fassung seiner berühmten Bronzekugel in Rom.
Der Eintritt ist für alle unter 26 Jahren frei. Das Museum bietet gemeinsam mit der Fondazione Arnaldo Pomodoro Schulworkshops zu Materialien und Techniken der Bildhauerei an.