iMuseo de Arte Moderno · Bosque de Chapultepec
Retrospektive zum 90. Geburtstag von Marysole Wörner Baz: sechs Jahrzehnte Malerei, Druckgrafik und Skulptur, die dem Ausrangierten und Zum-Schweigen-Gebrachten eine neue Würde verleihen. Sala Gamboa.
1978 richtete Fernando Gamboa, damals Direktor des MAM, Marysole Wörner Baz hier ihre erste Einzelausstellung aus. Zeichnungen aus dieser Ausstellung sind nun wieder an den Wänden zu sehen – in dem Raum, der heute nach Gamboa benannt ist. Eine zweite Einzelausstellung, die um 1990 zugesagt worden war, wurde stattdessen zu einer Gruppenausstellung mit der Familie. Deshalb bezeichnet der Kurator Carlos Segoviano diese Ausstellung als „historische Schuld“, die nun beglichen werde.
Die 72 Werke teilt er in eine Seite A und eine Seite B. Seite A zeigt die frühen Ölgemälde: dunkel und voller gequälter Figuren, darunter Titiriteras y títeres (1968). Nach einer schweren persönlichen Krise werden die Gemälde leuchtend: Berge, Regen und Nebel, in dicken Farbschichten aufgetragen. Daneben stehen Skulpturen aus Holz und Metall. Zwei Aquarelle sind so aufgehängt, dass ihre Rückseiten zu sehen sind; dort schrieb sie Widmungen an die Kritikerin Graciela Kartofel.
Eine Rezension von Kritikerseite haben wir bislang nicht gefunden. Kommen Sie also wegen der Geschichte einer übersehenen Malerin, nicht wegen eines Urteils. Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober in der Sala Gamboa zu sehen; montags ist das Museum geschlossen.
Neblina (1982) und La cuna del viento (1990)
Halten Sie Ausschau nach den Landschaften auf Seite B: Berge, Regen und Nebel in leuchtenden, dick aufgetragenen Farbschichten, aus ihren Serien Pastos y neblinas und Viento.
Die Aquarelle mit sichtbarer Rückseite
Zwei Aquarelle sind so aufgehängt, dass ihre Rückseiten zu sehen sind. Dort schrieb Wörner Baz Widmungen an die Kritikerin Graciela Kartofel, deren Archiv ins MAM gelangte.
Die Zeichnungen von 1978
Zeichnungen aus den 1970er-Jahren, die 1978 in ihrer ersten Einzelausstellung in diesem Museum hingen, sind nun wieder im selben Gebäude zu sehen.
Die Vitrine zur Semana Cultural Gay
Eine Vitrine mit Katalogen der Semana Cultural Gay, an der sie teilnahm. Sie war Vorläuferin des Internationalen Festivals für sexuelle Vielfalt der Stadt.