iMuseo Tamayo Arte Contemporáneo · Bosque de Chapultepec
„Die Pariser Jahre“: Die aus Oaxaca stammenden Künstler Rufino Tamayo, Rodolfo Nieto und Francisco Toledo verbanden während ihrer Aufenthalte in Paris präkolumbische und volkstümliche Kunst mit der Avantgarde.
Als Rufino Tamayo nach zehn Jahren in Paris nach Mexiko zurückkehrte, überließ er sein Arbeitsmaterial Francisco Toledo, einem jungen Druckgrafiker aus Juchitán. Für eine Übergabe ist das deutlich mehr als der halbleere Wasserkanister, den der letzte Mitbewohner in der Wohnung zurückgelassen hat.
Die Ausstellung folgt drei Künstlern aus Oaxaca in Paris: Tamayo ab 1950, danach Rodolfo Nieto und Toledo, eine Generation jünger. Pro Künstler geht es durch einen eigenen, farblich gestalteten Saal: Grün für Tamayo, Blau und Violett für Nieto, Lachsrosa und Orange für Toledo. Rund 100 Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Collagen stammen von 47 Leihgebern; mehrere davon waren noch nie in Mexiko zu sehen. Briefe, Bücher und Objekte zeichnen die Freundschaften der Künstler mit Paz, Cortázar und Borges nach.
Ein Kritiker von La Voz de Michoacán hob hervor, dass die Ausstellung die Aufmerksamkeit auf die Werke lenkt, statt die Wände zu überladen. Die Beschriftungen sind zurückhaltend und beschränken sich weitgehend auf die Einführung und eine fotografische Zeitleiste. Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte, sollte sich also vorher informieren. Die Ausstellung ist bis zum 15. Februar 2027 in den Salas 3 und 4 zu sehen. Der Eintritt kostet 95 MXN, sonntags ist er frei; montags ist geschlossen.
Drei Künstler aus Oaxaca – Rufino Tamayo, Rodolfo Nieto und Francisco Toledo – und die Frage, wie ihre Pariser Jahre präkolumbische und populäre Kunst mit der Avantgarde verschmolzen. Zu sehen ist die Ausstellung passenderweise in dem Museum, dem Tamayo seinen Namen gab.
Nietos Zoología mental
Halte Ausschau nach den acht Gemälden der Serie, in der Nieto Menschen und Tiere zu einem einzigen Bestiarium verschmolz, um Angst, Einsamkeit und existenzielle Beklemmung darzustellen.
La mujer temblorosa
Tamayos Ölgemälde von 1949 zeigt eine menschliche Figur, gestaltet mit Abstraktion und kräftiger Textur. Es stammt aus einer Privatsammlung und ist hier erstmals öffentlich zu sehen.
Toledos La amazona und Compañero de viaje
Zwei frühe Arbeiten aus dem Pariser Bestiarium, in dem Toledos Menschen und Tiere ineinander übergehen. Beide sind erstmals im Museum zu sehen.
Die Freundschaften in Paris
Briefe, Bücher und Objekte dokumentieren die Verbindungen der drei Künstler zu Cortázar, Paz und Borges im Paris der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Du möchtest dich durch Wandtexte führen lassen: Abgesehen von der Einführung und der Zeitleiste gibt es nur wenige Beschriftungen.
Kinder unter 13 Jahren haben freien Eintritt. Auf der Ausstellungsseite der Museumswebsite gibt es außerdem einen Bereich mit Aktivitäten für Kinder.