iMuseo de AméricaCiudad Universitaria, Moncloa
Ein Fotoprojekt über die kolonialen Wurzeln der Diskriminierung indigener Transfrauen auf dem amerikanischen Kontinent – aufgrund des großen Publikumsinteresses verlängert bis zum 22. November.
Vier Begriffe begegnen Ihnen, noch bevor Sie jemandem auf den Fotografien begegnen: muxe aus dem Volk der Zapoteken, empupillan aus dem Volk der Mapuche, nadleeh aus dem Volk der Navajo, wigudun aus dem Volk der Guna. Jeder bezeichnet eine Geschlechtsidentität, die diese Völker schon vor der Kolonisierung anerkannten. Der Wandtext vertritt die These, dass Eroberung und Evangelisierung sie auslöschten.
Die gemeinsam mit den Zeugnissen der Frauen gehängten Porträts von Antonio López Díaz zeigen, was das für indigene Transfrauen auf dem amerikanischen Kontinent heute bedeutet: den Ausschluss aus ihren Familien, prekäre Lebensverhältnisse und die Solidarität, die sie untereinander aufbauen. López Díaz sagt, jedes Porträt sei aus Gesprächen, gemeinsam verbrachter Zeit und Vertrauen entstanden. Gegenüber Europa Press erklärte er, Resilienz sei das, was die Ausstellung auszeichne.
Die Ausstellung füllt den Saal La Tapada im ersten Stock. Der Eintritt ist im Ticket für die Dauerausstellung enthalten; sonntags und donnerstags ab 14 Uhr ist der Eintritt frei. Die Kuratorin und die Vermittlerinnen und Vermittler des Museums leiten Führungen. Die Auseinandersetzung mit Spaniens Rolle als Kolonialmacht zog Angriffe von El Debate und Libertad Digital nach sich. Die Ausstellung wurde bis zum 22. November verlängert.
Antonio López’ Fotografien zeichnen die kolonialen Wurzeln der Diskriminierung indigener trans Frauen in Amerika nach. Eintritt frei.
Sie sind wegen des präkolumbischen Goldes hier: Zu sehen sind in diesem Saal zeitgenössische Porträts und Zeugnisse.