iMuseum für FotografieCharlottenburg
Die Kunstbibliothek zeichnet anhand vielfältiger Objekte ihrer Fotografischen Sammlung eine materielle Geschichte der Fotografie nach – von Glas und Papier bis hin zu Bildschirmen und KI.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Für ein Programmheft des Kabaretts Die Stachelschweine von 1959 setzte Heinz Hajek-Halke ein Bild von Wolfgang Gruner aus einem Fotoabzug, Aquarell und Papier zusammen. Ob das noch als Fotografie gilt, fragt diese Ausstellung – bis hin zu Bildern, die fotografisch wirken, aber von einer KI erzeugt wurden.
Der Großteil der Exponate stammt aus der Fotografischen Sammlung der Kunstbibliothek und entfaltet eine Materialgeschichte: Kupferplatten, Glas, Papier, Seidenstoff, Alben und Zeitschriften. Knicke, Risse und Verfärbungen gehören zur Argumentation, denn sie zeigen, dass eine Fotografie ein Gegenstand ist. Zu sehen ist auch Willi Ruges handkoloriertes Porträt von Elly Ruge aus der Zeit um 1947 sowie Leihgaben lebender Künstlerinnen und Künstler wie Eva Stenram. Einige arbeiten wieder mit Fotopapier und Chemikalien aus der Dunkelkammer. Kein einziges der Tausenden Fotos auf Ihrem Handy ist je geknickt worden.
Einmal im Monat holen die Kuratorinnen und Kuratoren großformatige Alben und historische Betrachtungsgeräte hervor. Der Eintritt kostet 12 € (ermäßigt 6 €), mit einem C/O-Berlin-Ticket vom selben Tag 2 € weniger. Donnerstags ist bis 20 Uhr geöffnet.
Heinz Hajek-Halke, Wolfgang Gruner, 1959
Ein Porträt des Kabarettisten, zusammengesetzt aus Silbergelatine-Fotopapier, Aquarell und Papier für das Programmheft der Stachelschweine.
Willi Ruge, Elly Ruge, um 1947
Halten Sie Ausschau nach einem schwarz-weißen Silbergelatineporträt, das nach dem Abzug von Hand koloriert wurde.
iC/O Berlin
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