iKW Institute for Contemporary ArtMitte
Die erste institutionelle Einzelausstellung von Rafik Greiss präsentiert die Premiere eines neuen Filmessays, der durch Kairo, Alexandria und die Westliche Wüste streift und Fragen von Zeit, Erinnerung und Geschichte nachgeht.
Figuren stehen in weiten Wüstenlandschaften und beobachten, warten auf etwas, das offenbar noch geschehen wird. Sie sind das Zentrum des neuen Films in Rafik Greiss’ erster institutioneller Einzelausstellung. Oculas Maja Renfer sah sie mit Rucksäcken und Gewehren und meinte, das Zuschauen fühle sich „ein bisschen wie luzides Träumen“ an.
Der Titel geht auf China Miévilles Roman über zwei Städte zurück, die sich einen Raum teilen. Der Soundtrack des Musikers 7038634357 dringt über die Leinwand hinaus. So bleibt man noch im Klang des Films, wenn man sich den Schwarz-Weiß-Fotografien zuwendet: Aufbewahrungsboxen, Glasvitrinen und Beinschienen, losgelöst von ihrem ursprünglichen Zusammenhang. KW beschreibt das Warten als eine Art Arbeit, die sich wiederholt und ohne Ergebnis bleibt. Wer eine Woche lang die Buchungsseite des Bürgeramts aktualisiert hat, bringt dafür bereits die nötige Übung mit.
Die Ausstellung nimmt das abgedunkelte dritte Obergeschoss der KW ein. Laut KW dauert es etwa 40 Minuten, alles zu sehen. Tickets gibt es nur vor Ort, bargeldlos: 10 €, ermäßigt 6 €, bis einschließlich 18 Jahre frei. An den freien Donnerstagen (12. November, 10. Dezember, 7. Januar) ist der Eintritt bis 21:00 Uhr kostenlos.
Die Stadt und die Stadt (2026), der Film
Figuren mit Rucksäcken und Gewehren durchqueren eine unscharf bleibende Wüste und blicken in die Ferne, einem Ereignis entgegen, das vielleicht nie eintritt. Ortsnamen oder Daten, an denen sie sich festmachen ließen, gibt es nicht.
Der Soundtrack von 7038634357
Die Musik des Künstlers bleibt nicht auf die Leinwand beschränkt: Sie trägt die Atmosphäre des Films in den Ausstellungsraum hinaus.
Die Schwarz-Weiß-Fotografien
Greiss’ analoge Abzüge von Aufbewahrungsboxen, Glasvitrinen und Beinschienen, losgelöst von den Orten und Ereignissen, aus denen sie stammen.
Etwa 40 Min.
Du suchst eine Geschichte mit Schluss: Der Film lässt Orte, Daten und jede Auflösung offen.
Der Eintritt ist für alle bis einschließlich 18 Jahre frei.