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Daniel Chodowiecki, Der Abschied Jean Calas’ von seiner Familie

GemäldegalerieTiergarten

Daniel Chodowiecki, 1726–1801. Bilder der Aufklärung in Berlin (Daniel Chodowiecki, 1726–1801. Images of the Enlightenment in Berlin)

Jetzt zu sehen15. September 2026 – 10. Januar 2027Kostenpflichtig – siehe Website

Eine Kabinettausstellung zum 300. Geburtstag von Daniel Chodowiecki, dem gefeierten Star des Berliner Spätaufklärungskreises, mit über 20 seiner wichtigsten Arbeiten zu den gesellschaftlichen Fragen der Zeit.

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Um 1767 malte Chodowiecki Jean Calas, einen zum Tode verurteilten Kaufmann aus Toulouse, wie er sich von seiner verstörten Familie verabschiedet. Erstmals sind dieses Gemälde, die Vorzeichnung, die danach entstandenen Drucke und die originale Kupferplatte, von der sie abgezogen wurden, an einem Ort vereint.

Calas war Protestant und wurde 1762 unter der unbewiesenen Anschuldigung hingerichtet, seinen eigenen Sohn erdrosselt zu haben. Drei Jahre später erreichte Voltaire mit seiner Schrift Über die Toleranz, dass Calas von dieser Anschuldigung freigesprochen wurde. Den Weg des Bildes lässt sich vom Ölgemälde über einen Probedruck in dunklem Grau von der ersten Platte bis zu einem Druck von der zweiten verfolgen. Ringsum hängen Porträts in Rötel von Mitgliedern des Berliner Aufklärungskreises, darunter Moses Mendelssohn und Friedrich Nicolai, sowie Drucke zu Bildung, Familie und gesellschaftlicher Ordnung.

Die Kabinettausstellung mit etwas mehr als zwanzig Arbeiten ist anlässlich seines 300. Geburtstags in der Gemäldegalerie zu sehen; noch hat keine Kritik sie besprochen. Geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, rollstuhlgerecht. Am 14. und 15. Oktober findet im Kulturforum ein öffentliches Symposium statt (Anmeldung erforderlich).

Nicht verpassen

  • Der Abschied des Jean Calas von seiner Familie

    Achten Sie auf das Ölgemälde von etwa 1767: Der zum Tode verurteilte Calas nimmt Abschied von seiner verstörten Familie – gemalt, um das Mitgefühl der Betrachtenden zu wecken.

  • Die originale Calas-Kupferplatte

    Die Platte selbst hängt nahe bei den danach entstandenen Drucken, darunter ein Probedruck von 1767 in dunklem Grau und ein Druck von 1768 von der zweiten Platte.

  • Moses Mendelssohn in Rötel

    Ein Rötelporträt des Berliner Philosophen von etwa 1774/75 – eines von mehreren, die Chodowiecki von den Aufklärern der Stadt zeichnete.

  • Vater Gassner treibt einem Mädchen den Teufel aus

    Eine Pinselzeichnung in Schwarz von 1790, weiß gehöht und für ein Taschenbuch für Aufgeklärte geschaffen. Sie zeigt den Exorzismus eines Mädchens durch einen Priester.

Gut für

  • Stadtkenner
  • Detailverliebte

Nichts für dich, wenn

Sie möchten einen umfassenden Überblick: Die Kabinettausstellung zeigt etwas mehr als zwanzig Arbeiten.

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