iBröhan-MuseumCharlottenburg
Berlins erste monografische Ausstellung über Cesar Klein anlässlich seines 150. Geburtstags: Mitbegründer der Neuen Secession, Maler sowie einer der führenden Bühnen- und Raumgestalter der 1920er-Jahre.
Das Plakat der Ausstellung zeigt ein Badezimmerfenster. Es bildet The Birth of Venus ab – einen maßstabsgetreuen Arbeitskarton, den Cesar Klein 1917 für ein Fenster in der Lewin-Villa in Breslau anfertigte. Klein malte, entwarf aber auch Mosaike, Glasfenster, Möbel und Porzellan sowie Kinoinnenräume und Filmkulissen.
Rund 200 Leihgaben machen diese Ausstellung zur ersten monografischen Schau über Klein in Berlin – 150 Jahre nach seiner Geburt. 1910 trat er der Neuen Secession bei, lehnte 1919 einen Ruf ans Bauhaus ab und wurde in den 1920er-Jahren zu einem der gefragtesten Bühnenbildner. Die Nationalsozialisten verboten ihm zu malen; Bühnenbild blieb ihm als einzige Arbeit. Eines seiner Bühnenbilder wurde für die Ausstellung rekonstruiert. So sehen Sie das Bühnenbild selbst und nicht nur die Entwürfe dazu.
Der Eintritt kostet 9 € (ermäßigt 6 €), am ersten Mittwoch des Monats für alle 4 €. Kostenlose Führungen finden samstags um 15 Uhr statt. An drei Sonntagen führt Kuratorin Anna Grosskopf jeweils um 16 Uhr durch die Ausstellung (1. November, 10. Januar, 21. Februar).
Das Badezimmerfenster der Lewin-Villa
Zu sehen ist Kleins Gouacheentwurf von 1917 auf Pergamentpapier für ein Badezimmerfenster in einer Breslauer Villa; der maßstabsgetreue Arbeitskarton zu The Birth of Venus ist das Plakatmotiv der Ausstellung.
Nudes in a Landscape – in Glas
Ein Bildfeld von 1914: Kleins nackte Figuren in einer Landschaft sind vollständig als Glasmosaik auf Holz ausgeführt. Entstanden ist das Werk in Zusammenarbeit mit der Mosaikwerkstatt Puhl & Wagner.
Der Raum „Sekthölle“
Kleins Gouacheentwurf von 1914 für einen Raum namens Sekthölle (Champagne Hell) auf dem Künstlerfest Maske und Palette.
Klein am Set von Genuine
Eine Fotografie von 1920 zeigt Klein, wie er am Set des Films Genuine letzte Hand an das Kostüm der Schauspielerin Fern Andra legt.
Das rekonstruierte Bühnenbild
Eines von Kleins historischen Bühnenbildern wurde mit Unterstützung der TheaterGemeinde Berlin dreidimensional rekonstruiert. So lässt es sich als Raum erleben und nicht nur als Zeichnung betrachten.
Die kostenlosen Familiensonntage finden jeden dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr statt und richten sich an Kinder von 5 bis 12 Jahren und ihre Familien (90 Minuten; Anmeldung unter vermittlung@broehan-museum.de). Die Mosaik-Workshops sind ab 16 Jahren.