Was läuft in Wien
Thomas Demand, Tell XXI, 2026

MAK – Museum of Applied ArtsInnere Stadt

THOMAS DEMAND: Räume, die von der Vergangenheit träumen (THOMAS DEMAND: Rooms That Dream of the Past)

Jetzt zu sehen27. Mai 2026 – 24. Januar 202719 €

Thomas Demand verwandelt historische Theaterbühnenmodelle vom Barock bis ins frühe 20. Jahrhundert in eine neue Fotoserie – inszeniert mit großformatigen Wandinstallationen und einer eigens konzipierten Lichtdramaturgie.

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Man betritt einen Raum, der wie eine Höhle wirkt. Die Felswände sind mit Fototapeten verkleidet, die Papier zeigen, das Demand in seinem Atelier zerknüllt hat; acht von ihm entworfene Deckenleuchten tauchen den kahlen Marmorboden in kühles Industrielicht. Demand sagt, seine Negative würden eines Tages in alten Salzbergwerken aufbewahrt. Der Raum sieht aus wie dieses Archiv.

Üblicherweise baut Demand Orte aus Papier nach und fotografiert sie. Hier fotografierte er reale Objekte: schuhkartongroße Bühnenmodelle aus der Zeit vom Barock bis 1900, die in Theatermuseen in Wien, München und Monaco aufbewahrt werden. Er fotografierte jedes Modell durch ein Periskop, jeweils 80 oder 90 Aufnahmen, und fügte sie zu rund zwei Dutzend großformatigen Abzügen zusammen. Aus Tannhäuser und Guillaume Tell werden Wälder aus bemalten Papierfichten.

Nicole Scheyerer schrieb im Falter, die neuen Fotos zögen einen kaum in ihren Bann und vor allem die Höhlen-Fototapete bleibe in Erinnerung. Die Ausstellung ist im MAK Contemporary zu sehen; unter 19 Jahren ist der Eintritt frei, dienstags ist bis 21 Uhr geöffnet. Sie endet am 24. Januar 2027.

Nicht verpassen

  • Die Höhle aus zerknülltem Papier

    Schau dir die Wände an: Was wie eine Felsgrotte wirkt, ist eine Fototapete aus Demands Atelieraufnahmen von zerknülltem Papier. Licht und Schatten erzeugen die Illusion.

  • Die acht Deckenleuchten

    Demand entwarf die Leuchten selbst, ausgehend von einem handgefertigten Kartonmodell. Ihr kühles Industrielicht lässt die Halle wie ein unterirdisches Lager wirken.

  • Tell XXI (2026)

    Das monumentale Bühnenbild für Rossinis letzte Oper, Guillaume Tell, wird zu einem Wald aus bemalten Papierfichten – digital zusammengesetzt aus Aufnahmen durch ein Periskop.

  • Tannhäuser IX (2026)

    Wagners Bühnenbild zu Tannhäuser erscheint als dunkle Silhouette, die das MAK mit einer Landschaft von Caspar David Friedrich vergleicht.

Gut für

  • Abendbesuche
  • Stadtkenner
  • Detailverliebte

Nichts für dich, wenn

Du möchtest Demands klassische Papierrekonstruktionen sehen: Hier hat er bestehende Modelle fotografiert und die Aufnahmen digital zusammengesetzt.

Mit Kindern

Unter 19 Jahren ist der Eintritt frei.

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Bildnachweise

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