iNationalmuseum · Blasieholmen
Ein Tag am Strand – in mehr als 200 Gemälden, Fotografien, Plakaten und Badeanzügen. Die Ausstellung zeichnet die Geschichte des Küstentourismus von den 1870er- bis in die 1950er-Jahre nach, mit Werken von Monet, Zorn, Krøyer, Hjertén und O'Keeffe.
Der Radiokritiker Måns Hirschfeldt nannte das beste Gemälde der Ausstellung „eine schnaubende Dampflok von Claude Monet“ und räumte ein, es passe nur mit etwas Wohlwollen zum Strandthema. Das leuchtet ein, wenn man weiß, dass die Geschichte bei der Eisenbahn beginnt: Neue Bahnlinien brachten ab den 1870er-Jahren Urlauber an die normannische Küste.
Von dort führt die Ausstellung mit rund 200 Gemälden, Fotografien, Plakaten und historischer Badekleidung weiter zu den Skagen-Malern, zu Aktdarstellungen beim Baden im Meer aus dem frühen 20. Jahrhundert und zu Stränden des 20. Jahrhunderts – vom überfüllten New York bis zur schwedischen Westküste. Leihgaben kommen aus dem Met, dem Musée d'Orsay und der National Gallery. Die Kritiken fallen unterschiedlich aus. Hirschfeldt fand den Auftakt schwach und das Konzept zerfasert; die späteren Räume mit Jansson und Munch hätten die Ausstellung jedoch aufgewertet. Jessica Kempe von DN lobte die sinnliche Lichtmalerei. In einem Stockholmer Oktober, wenn die Sonne schon vor sechs untergeht, sind 200 Bilder vom Sommer wie ein Dienstagnachmittag, den man zurück im Juli verbringt.
Der Eintritt kostet 160 SEK, für unter 20-Jährige ist er frei. Donnerstags ist das Museum bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Audioguide umfasst 21 Tracks mit insgesamt 48 Minuten Laufzeit und lässt sich auf dem eigenen Smartphone abspielen.
Das beste Gemälde hier, sagte der Radiokritiker Måns Hirschfeldt, sei ein Dampfzug von Monet: Die Eisenbahn brachte die Feriengäste an die Küste. Danach folgen 200 Werke – von Krøyers Skagen bis zu Munchs Badenden Knaben. Die Kritiken gingen auseinander; Hirschfeldt gefielen die späteren Säle besser.
Monet, Ankunft des Zuges aus der Normandie (1877)
Eine Dampflok im Bahnhof – das Gemälde, das Hirschfeldt als das beste der Ausstellung hervorhob.
Krøyer, Anna Ancher und Marie Krøyer am Strand von Skagen (1893)
Zwei Frauen der Künstlerkolonie Skagen im Sand. Das Werk gehört zum Abschnitt über die dänischen Maler, die auch die Fischergemeinschaft darstellten.
Munch, Badende Knaben (1897/99)
Badende Jungen, Teil des Abschnitts über belebende Seebäder und nackte Badende im frühen 20. Jahrhundert.
Hjertén, Figuren am Strand (1917)
Eine Strandszene des schwedischen Modernismus, aus dem farbenfrohen Strang zur Westküste im Abschnitt über das 20. Jahrhundert.
Caillebotte, Trouville, der Strand und die Villen (1882)
Der Badeort Trouville, wie ihn die Eisenbahn prägte, mit den Villen hinter dem Strand.
Du suchst eine Ausstellung zu einem einzelnen Künstler: Hier sind Werke von Dutzenden Malerinnen, Malern und Fotografen versammelt.
Für unter 20-Jährige ist der Eintritt frei.