Was läuft in Rom
Ausstellung Miriam Cahn: Was mich ansieht (Ciò che mi guarda) im MACRO, Rom

MACRO - Museum of Contemporary Art of Rome · Salario-Nomentano

Miriam Cahn: Ciò che mi guarda

Jetzt zu sehen11. Juni 2026 – 15. November 2026·6 €

Die erste große Museumsretrospektive der Schweizer Künstlerin in Italien: Mehr als 100 Arbeiten von den späten 1970er-Jahren bis heute, zentriert um die Rauminstallationen Herumliegen und Familienraum, erkunden Körper, Krieg und Begehren.

Ein immer wiederkehrender metallischer Klang hallt in einem festen Muster durch den Hauptraum. Die Kritikerin Luisa Sisti sagt, er verschärfe die visuelle Fragilität der Arbeiten an den Wänden. Schon im ersten Raum hält er einen leicht in Anspannung.

Miriam Cahn, 1949 in Basel geboren, beschäftigt sich seit fünfzig Jahren mit Körper, Gewalt, Begehren, Verletzlichkeit und Krieg. Dies ist ihre erste große Museumsretrospektive in Italien: mehr als 130 Arbeiten von den späten 1970er-Jahren bis heute, thematisch statt chronologisch gruppiert. Der Architekt Didier Fiúza Faustino entwarf zwei geometrische Konstruktionen aus jeweils drei Blöcken, die als Sichtblenden dienen und die dahinter hängenden Arbeiten verbergen und freigeben.

Die Tickets kosten 6 € und gelten für alle aktuellen Ausstellungen im MACRO. Montags ist das Museum geschlossen; letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schließung um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 15. November.

Tipp der Redaktion

Miriam Cahns erste große Museumsretrospektive in Italien: mehr als 100 Werke seit Ende der 1970er-Jahre, darunter die Rauminstallationen Herumliegen und Familienraum.

Nicht verpassen

  • Herumliegen (2022)

    Eine Rauminstallation, entstanden nach Russlands Überfall auf die Ukraine. Sie besteht aus wiederholten Bildern verlassener Körper – die Wiederholung selbst prangert an.

  • Familienraum (1996-2009)

    Zwölf Ölgemälde und vier Zeichnungen von Familienmitgliedern, als abstrakte Porträts oder Ansichten innerer Landschaften.

  • Die Aquarelle zur Atombombe

    Intensiv farbige Aquarelle aus den 1980er- und 1990er-Jahren, die Atomwaffen zum Thema haben.

  • Die frühen Kohle- und Kreidezeichnungen

    Großformatige Arbeiten auf Papier aus den Anfängen ihrer Laufbahn. Sie zeigen Akte, die Sisti als unverhältnismäßig, verletzlich und schutzlos beschreibt.

Gut für

  • Kultur für wenig Geld
  • Gäste von auswärts

Nichts für dich, wenn

Du suchst einen unbeschwerten Besuch: Es geht um Krieg, Gewalt und entblößte nackte Körper.

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