iPinakothek der Moderne · Kunstareal, Maxvorstadt
Diese Ausstellung ist beendet.
Eine Ausstellung des Architekturmuseums über die weltweite Lebensmittelproduktion – von Hightech-Gewächshäusern bis zur industriellen Landwirtschaft – und die ökologische Belastung, die sie für den Planeten bedeutet.
Website des MuseumsDer Rundgang beginnt unter einem geschwungenen Vordach aus Plastiktüten vom Supermarkt. Dahinter bestehen die Wände aus ohne Klebstoff gepressten Strohplatten, im Deckenstoff ist Tierblut verarbeitet, und Studierende der TUM formten die 1.700 Lehmziegel aus sechs Tonnen Erde und einer halben Tonne Stroh.
Das Architekturmuseum der TUM füllt die Räume mit zwölf Fallstudien dazu, wie Lebensmittel angebaut und transportiert werden: niederländische Hightech-Gewächshäuser, Lachsfarmen, für die pro Kilo Lachs 5,1 Kilo Wildfisch benötigt werden, brasilianischer Soja und Getreidesilos in der Ukraine. Filmräume wechseln sich mit Bereichen für Objekte ab, Gemüsekisten dienen als Sitzbänke. Als „Parabel der Landwirtschaft im Anthropozän“ zeigt die Ausstellung eine Erdbeerfarm bei Altötting.
Roberta De Righi warnte in artline, dass einen so viele Beispiele rücksichtsloser Ausbeutung den Optimismus kosten können. Das Museum veranschlagt für den Besuch etwa eine Stunde. Es gilt der reguläre Eintrittspreis (10 €, ermäßigt 7 €, sonntags 1 €, unter 18 Jahren frei). Donnerstags ist bis 20 Uhr geöffnet, am 18. Oktober schließt die Ausstellung.
Das Architekturmuseum verfolgt die globale Lebensmittelproduktion von Hightech-Gewächshäusern bis zur industriellen Landwirtschaft – und zeigt, wie stark sie die Umwelt des Planeten belastet.
Das niederländische Gewächshausmodell
Halte Ausschau nach dem Modell eines niederländischen Hightech-Gewächshauses in einer Glasvitrine, dem Herzstück der Ausstellung. Dort wachsen ganzjährig Gemüse unter präzise kontrollierten Klimabedingungen.
Technominotaurus
Dániel Szalais Multimedia-Installation verwandelt einen ungarischen Zuchtbullen in ein hybrides Wesen, eingepfercht und, wie artline schreibt, zu permanenter Fortpflanzung verdammt.
Das Plastikmeer bei Almería
Neal Haddawas Fotografien zeigen die von Plastikplanen bedeckten Anbauflächen im Süden Spaniens. Dort bauen mehr als 100.000 Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Westafrika und dem Maghreb Europas Gemüse an.
Der leuchtende Bodenraum
Betritt eine begehbare Installation, die von leuchtenden Mikroorganismen erhellt wird. Sie zeigt lebendigen Boden als Grundlage für eine bessere Zukunft.
Etwa 60 Min.
Du eine hoffnungsvolle Geschichte über Lebensmittel erwartest: Eine Kritikerin schrieb, die Beispiele rücksichtsloser Ausbeutung erschütterten das eigene Vertrauen.
Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.