iPinakothek der Moderne · Kunstareal, Maxvorstadt
Zehnte Ausstellung in der Paternoster Hall: Objekte des niederländischen Duos aus 3D-gedrucktem Myzel und Algen – wegweisend für biologisch abbaubares, klimafreundliches Design.
Der Raum riecht ganz bewusst nach Algen. Die Wandfarbe und die Vorhänge in der Paternoster Hall sind mit Algenpigmenten gefärbt, die ihren Duft bewahren; Streifen von Saccharina-Seetang hängen nach traditioneller Art zum Trocknen.
Eric Klarenbeek und Maartje Dros waren weltweit die ersten Designer, die Myzel – das fadenförmige Wurzelgeflecht von Pilzen – im 3D-Druck herstellten. Dies ist ihre erste monografische Ausstellung: mehr als 25 Objekte aus den vergangenen zehn Jahren, darunter Möbel aus Myzel, Glas aus Kieselalgen, Gefäße aus Bioplastik und der Moss Chair (2025). Ein eigener Installationsteil zeigt ihre Feldversuche im Freien und im Labor. Wer eine Pause braucht, kann auf einem Sitzmöbel Platz nehmen, das im 3D-Druck aus Bioplastik gefertigt wurde.
Das Museum weist darauf hin, dass Myzel, Algen und Moos jeweils eigene, völlig unbedenkliche Gerüche verströmen, und empfiehlt einen Besuch von etwa einer Stunde. Eine eigens für die Ausstellung produzierte Audiotour erläutert die Arbeitsweise des Duos. Es gilt der reguläre Eintrittspreis (10 €, ermäßigt 7 €, sonntags 1 €, unter 18 Jahren frei); donnerstags ist bis 20 Uhr geöffnet.
Der trocknende Seetang
Halten Sie Ausschau nach Streifen von Saccharina-Seetang, die nach traditioneller Art zum Trocknen aufgehängt sind – in einer Halle, deren Wandfarbe und Vorhänge mit Algenpigment gefärbt wurden.
Die 3D-gedruckten Sitze aus Bioplastik
Nehmen Sie auf den Sitzen aus 3D-gedrucktem Bioplastik Platz. Sie laden dazu ein, eine Weile in der Ausstellung zu verweilen.
Die Creme aus Salz und Algen
Halten Sie Ausschau nach einer Creme aus Salz und Algen, die mit ihrer eigenen Verpackung gezeigt wird – ein Alltagsbeispiel dafür, wofür sich Algen verwenden lassen.
Etwa 60 Min.
Wenn Sie empfindlich auf Gerüche reagieren: Das ausgestellte Myzel, die Algen und das Moos verströmen jeweils eigene Gerüche.
Unter 18-Jährige haben freien Eintritt.