Palazzo CitterioBrera
Zum 250-jährigen Bestehen der Accademia di Brera: Werke ihrer Lehrer des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart – von Wildt und Carrà bis Marini und Fabro – in der Sala Stirling.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Lucio Fontana hat zwar nie an der Accademia di Brera unterrichtet, ist in dieser Ausstellung aber vertreten. Er studierte dort bei dem Bildhauer Adolfo Wildt, der ebenfalls zu sehen ist: Die Brera kündigte die Ausstellung mit seinem Volto di donna (Vergine) an, einem 1925 entstandenen Marmorgesicht einer Frau, 28 Zentimeter hoch.
Zum 250-jährigen Bestehen der Akademie führt die Ausstellung in der Sala Stirling, der unterirdischen Halle des Palazzo Citterio, chronologisch durch das Werk ihrer Lehrer. Den Auftakt machen die 1920er bis 1940er Jahre mit Wildt, Carrà, Martini und Funi, mit einem Schwerpunkt auf Bildhauerei, danach folgen Marino Marini und Gastone Novelli. Fabro, Varisco und Boero schlagen den Bogen ab den 1970er Jahren; der letzte Abschnitt widmet sich den Studierenden, die sie geprägt haben. Wer an der Brera studiert hat, begegnet dort den eigenen früheren Lehrern – ein Wiedersehen oder ein Rückblick auf eine misslungene Kritik.
Bislang hat das Museum Künstler, aber keine Werke genannt. Der Eintritt kostet 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), mit der Pinacoteca 20 Euro; Tickets gibt es auf brerabooking.org. Dienstag bis Sonntag, 8.30 bis 19.15 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr), bis zum 10. Januar.
Adolfo Wildt, Volto di donna (Vergine), 1925
Halte Ausschau nach einem kleinen Marmorgesicht einer Frau, 28 mal 25 Zentimeter groß, geschaffen von dem Bildhauer, der Lucio Fontana an der Brera unterrichtete.