iMuseu de LisboaCampo Grande
Hunde, Schweine, Pferde, ja sogar Elefanten und Nashörner: die nichtmenschlichen Nachbarn, die Lissabons Straßen, Märkte und Stallungen prägten. Im Pimenta Palace.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Schweine, Kühe, Hunde und Pferde gehörten einst ebenso selbstverständlich zum Straßenbild Lissabons wie die Menschen. Sie zogen Lasten, versorgten die Stadt mit Nahrung und wechselten auf den Märkten den Besitzer. Mitunter tauchten auch Elefanten oder Nashörner auf, heißt es im Museum, denn Lissabon war die Hauptstadt eines Reiches, das sich über mehrere Kontinente erstreckte.
Die Ausstellung im Pimenta Palace dreht sich um Orte und die „Biografien“ der Tiere: um Straßen, Märkte, Stallungen, Volieren und Schlachthöfe, in denen verschiedene Arten Seite an Seite lebten. Sie verklärt das Zusammenleben nicht, sondern stellt Geschichten der gegenseitigen Abhängigkeit solchen der Ausbeutung gegenüber. Ausgangspunkt ist ANIMALx, ein Projekt der NOVA FCSH und die erste systematische Untersuchung dazu, wie Menschen und Tiere die Stadt gemeinsam bewohnten. Zum Schluss gibt es noch eine Hausaufgabe: Die Forschenden bitten um Handyfotos von Tieren, die Ihnen auf Lissabons Straßen, in Museen und an Denkmälern begegnen. So zählen endlich auch die gefliesten Schwalben an der Fassade Ihres Nachbarhauses als Daten.
Eintritt: 5 € auf Bol.pt. Dienstag bis Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr, ab dem 29. Oktober.
Schweine, Kühe, Hunde und Pferde waren einst auf Lissabons Straßen und Märkten im Einsatz; mit dem Imperium kamen auch vereinzelte Elefanten und Nashörner in die Stadt. Die Ausstellung folgt ihnen durch Ställe, Schlachthäuser und Volieren und zeigt auch ihre Ausbeutung. Grundlage ist die erste systematische Untersuchung des Themas.
Das Museum bietet in der Ausstellung 75-minütige Familienworkshops an, darunter Tier-Selbstporträts am 7. November (5 €), eine Weihnachtsdeko-Werkstatt am 29. November und eine Rätselsuche im Pimenta Palace am 12. Dezember.