iAllard Pierson · Centrum
Mehr als 200 antike Glasobjekte aus Ägypten bis Rom, ergänzt durch Forschung der TU Delft zu Herstellungstechniken – von der Kernformung bis zum Glasblasen.
Einige der frühesten Flaschen aus Ägypten haben einen geschlossenen, abgerundeten Boden. Die Kritikerin von Museumtijdschrift fand, sie sähen aus wie Reagenzgläser. Zu sehen ist auch das erste Glasobjekt, das der Sammler Constant Lunsingh Scheurleer je gekauft hat – 1901 in Paris. Es stellte sich als Nachbildung aus dem 19. Jahrhundert heraus und wird trotzdem gezeigt.
Mehr als 200 Objekte aus der archäologischen Sammlung des Museums reichen von ägyptischen Parfümfläschchen aus der Zeit um 1500 v. Chr. bis zu römischen Trinkgläsern, die in Holzformen geblasen wurden. Sie sind in Hängekästen nach Herkunft gruppiert. Mit den Lupen, die auf den Vitrinen liegen, kann man ganz nah herangehen. Forschung mit der TU Delft, bei der Röntgenstrahlen und ein Kernreaktor zum Einsatz kamen, steht neben einer Fotokuppel mit 64 LED-Leuchten. Sie macht Herstellungsspuren sichtbar, die das Auge nicht erkennen kann.
Der Mainzer Beobachter nannte die Ausstellung flächenmäßig klein, aber sehr gelungen, und hob hervor, dass alles in vollem Licht zu sehen sei. Museumtijdschrift fand die Hängekästen „unweigerlich etwas unspektakulär“. Der Besuch ist im regulären Eintritt enthalten, die Museumkaart gilt, und die Ausstellung schließt am 1. November.
Die Nachbildung von 1901
Halten Sie in den Wandvitrinen zur Sammlungsgeschichte Ausschau nach dem ersten Glasobjekt der Sammlung: Es wurde in Paris als antikes Stück gekauft und später als Kopie aus dem 19. Jahrhundert entlarvt.
Die Reagenzglas-Flaschen
Einige der frühesten geblasenen Flaschen aus Ägypten sind schmal und haben einen geschlossenen, abgerundeten Boden. Sie sehen eher aus wie Reagenzgläser als wie etwas aus der Antike.
Die Flasche in Dattelform
Ein in eine Form geblasener Flakon aus Phönizien, hergestellt zwischen 50 und 125 n. Chr. in Form einer Dattel.
Parfümfläschchen aus der Zeit um 1500 v. Chr.
Luxuriöse Fläschchen, verziert mit Fäden aus farbigem Glas – aus einer Zeit, bevor es das Glasblasen gab.
Bert Frijns’ Schalen aus absinkendem Glas
Monumentale moderne Schalen, die entstehen, indem man Glas absinken lässt – eine Technik, die Frijns um 1980 wiederentdeckte. Sie werden neben den antiken Stücken gezeigt.
Sie möchten ein spektakuläres Erlebnis: Eine Kritikerin fand die Hängekästen etwas unspektakulär.