iLa Biennale di Venezia (Giardini & Arsenale) · Castello
Koyo Kouohs Biennale Arte 2026, die ihr Team nach ihrem Tod 2025 vollendete: 110 Künstler:innen in den Giardini, im Arsenale und in ganz Venedig, ausgerichtet auf Erde, Leben und leise Signale.
In einem Raum im Arsenale ist alles rot: die Wände, die Textzeilen darauf, das Licht. In der Mitte steht, grün beleuchtet, ein kleiner Metallwürfel mit seltenen Mineralien. Das ist Alfredo Jaars The End of the World.
Koyo Kouoh konzipierte die Ausstellung und ihren Titel vor ihrem Tod im Mai 2025; ihr Team stellte sie mit 110 Künstler:innen fertig. Der Rundgang beginnt im Central Pavilion in den Giardini: Vorbei an Otobong Nkangas mit Ziegeln umwickelten Säulen und Bienenhotels geht es zu Fuß in zehn Minuten weiter ins Arsenale. Dort macht die lange Corderie die Ausstellung unter indigoblauen Bannern zu einem Prozessionsweg.
Die Kritiken gehen auseinander. The Art Newspaper gab den Werken vier Sterne und der Ausstellung drei; Hettie Judah schrieb in Apollo, die beiden Ausstellungsorte hätten sich noch nie „so vollgestopft angefühlt“. Wallpaper fand die Schau „wahrhaft international“. Die Biennale veranschlagt etwa drei Stunden pro Ausstellungsort. Ein Ticket für 30 € berechtigt zu je einem Eintritt in beide Ausstellungsorte, auf Wunsch an verschiedenen Tagen. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen.
Koyo Kouohs 61. Internationale Kunstausstellung, die ihr Team nach ihrem Tod 2025 vollendete: 110 Künstler:innen in den Giardini, im Arsenale und in der ganzen Stadt.
Alfredo Jaars roter Raum
Halte im Arsenale Ausschau nach The End of the World: Karmesinrotes Licht und mit Textzeilen bedeckte Wände umgeben einen kleinen grün beleuchteten Würfel mit seltenen Mineralien.
Nick Caves bronzene Mischgestalt am Wasser
Im Arsenale steht Amalgam (Origin): eine monochrome Bronzefigur, halb Mensch, halb Tier und Pflanze. Sie blickt auf den Hafen; in ihrer Brust finden sich 50 Vogelarten.
Der Anzug aus der Amistad Takeover
Im Central Pavilion trägt der monumentale, orange befiederte Zeremonienanzug von Big Chief Demond Melancon Perlenstickerei, die einen Aufstand versklavter Menschen zeigt.
Otobong Nkangas Auftakt
Der Central Pavilion eröffnet mit ziegelumwickelten Säulen, gläsernen Terrarien, Tontöpfen und hölzernen Bienenhotels in Soft Offerings to Silenced Voices.
Kouoh an der Seite von Toni Morrison
Im Central Pavilion malt Maria Magdalena Campos-Pons die verstorbene Kuratorin und Toni Morrison als vogelartige Mischwesen zwischen großen Magnolien.
Etwa 360 Min.
Du möchtest in Ruhe und konzentriert schauen: Kritiker:innen fanden beide Ausstellungsorte überfüllt und den Rundgang schwer nachvollziehbar.
Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt; für Kinder ab 7 gilt der ermäßigte Preis für unter 26-Jährige von 16 €. Familienführungen für Erwachsene und Kinder kosten 10,50 € pro Person.