Was läuft in Toronto
Rouzbeh Akhbari, Of Wool and Diesel im Mercer Union

Mercer Union, a Centre for Contemporary Art · Bloordale Village

Rouzbeh Akhbari: Von Wolle und Diesel (Rouzbeh Akhbari: Of Wool and Diesel)

Jetzt zu sehen26. September 2026 – 23. Januar 2027·Eintritt frei

Eine Filminstallation, die anhand von Archivmaterial und handgefertigten Filzarbeiten die Geschichte des Schafschmuggels und der Seefahrt entlang einer Handelsroute von Aserbaidschan bis Oman nachzeichnet.

Dutzende kleine Schnellboote laufen im Hafen von Khasab im Oman ein – und es kommen immer mehr. Chris Dart von CBC Arts schrieb, es sehe aus wie ein Schnitttrick. Doch das ist es nicht: Vor dem aktuellen Konflikt überquerten hier täglich etwa 2.000 Boote die Straße von Hormus. Viele hatten Schafe an Bord, die im Iran für rund 50 Dollar gekauft und in Kuwait für etwa 500 Dollar verkauft wurden.

Akhbaris Film folgt dieser Route von Astara in Aserbaidschan aus – über einen Hirten, einen Schmuggler, einen Historiker, einen Versicherer und ein Liebespaar. Auf dem Boden liegen Namad-Filzteppiche mit Mustern aus maritimen Navigationslichtern; sie bestehen aus Wolle, die über dieselben Schmuggelnetzwerke hierher gelangte. An den Wänden leuchten Postkarten mit britischen Vermessungszeichnungen aus dem 19. Jahrhundert im Rhythmus des Films auf. Eine davon können Sie mit nach Hause nehmen.

Im Film erzählt eine Stimme aus dem Off von Schmugglern, die von einem Marineschiff getötet wurden. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr sowie an den Sonntagen, dem 18. Oktober und dem 20. Dezember, nahe der Station Lansdowne. Die Ausstellung ist Teil der Toronto Biennial of Art.

Nicht verpassen

  • Die Schnellbootflotte vor Khasab

    Achten Sie auf die Aufnahme, in der ein kleines Schnellboot nach dem anderen im Hafen einläuft – so viele, dass ein Autor von CBC dachte, es müsse ein Schnitttrick sein.

  • Die Namad-Teppiche mit Navigationslichtern

    Auf dem Boden zeigen traditionelle persische Filzteppiche Diagramme maritimer Navigationslichter statt kunstvoller Ornamente. Die Wolle stammt aus demselben Handel, über den die Schafe geschmuggelt wurden.

  • Die Postkarten zum Mitnehmen

    Eine Reihe von Postkarten an den Wänden zeigt britische hydrographische Zeichnungen des Golfs aus dem 19. Jahrhundert, mit Lücken dort, wo die Küste noch nicht kartiert war. Im Rhythmus des Films leuchten sie abwechselnd auf und erlöschen wieder.

  • Das Schiff aus Lissabon

    In animierten Sequenzen verwandelt sich das prächtige Innere der Geographischen Gesellschaft von Lissabon in ein havariertes Schiff, das in der Meerenge treibt – beladen mit Reproduktionen von Dokumenten aus Akhbaris Recherche.

Gut für

  • Kultur für wenig Geld
  • Stadtkenner
  • Detailverliebte

Nichts für dich, wenn

Sie möchten Gemälde oder Objekte ansehen: Die Ausstellung dreht sich um einen einzigen Film.

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Bildnachweise

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