iUNSW GalleriesPaddington
Remy Faints bislang umfassendste Werkgruppe umfasst Malerei, Skulptur und Installation. Anhand von Seide, Ton, Holz und Metall erkundet sie persönliche Lebensgeschichten und kulturelles Gedächtnis.
In einem Raum steht ein Paar Lotusschuhe aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert, als Besitz von Mei Ying beschriftet, neben *What Remains of a Form*, einem Werk, das Remy Faint 2026 geschaffen hat. Diese Gegenüberstellung prägt die ganze Ausstellung: Objekte, die über ein Jahrhundert alt sind, stehen neben neuen Arbeiten, die auf sie antworten.
Faints Ururgroßvater kam vor mehr als 150 Jahren aus Südchina nach Australien; ihre Ururgroßmutter stammte aus einer Familie von Seidenraupenzüchtern. Die Ausstellung greift dieses Erbe auf und verarbeitet es in Seide, Ton, Holz und Metall. Formen aus Archivquellen werden in einem anderen Material neu geschaffen und in einem anderen Maßstab wiederholt. So begegnet einem dieselbe Form einmal als Artefakt und ein weiteres Mal als etwas, das der Abstraktion näherkommt.
Die Galerie bezeichnet die Ausstellung als Faints bislang ehrgeizigste Werkgruppe. Der Eintritt ist frei; geöffnet ist bis zum 22. November von Mittwoch bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende ab 12 Uhr. Beim selben Besuch sind auch Ausstellungen von Heather B. Swann und Jordan Gower zu sehen.
Mei Yings Lotusschuhe
Ein Paar Schuhe für gebundene Füße aus dem späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert, neben Faints neuem Werk *What Remains of a Form* (2026).