iThiel Gallery (Thielska galleriet) · Djurgården
Lars von Trier versammelt die nordische „Familie“ hinter seinen Filmen: Hammershøis Five Portraits, Munch, Strindberg, Hill, Willumsen und weitere. In Zusammenarbeit mit dem Willumsen Museum.
Fünf ältere Männer in dunkler Kleidung sitzen steif um einen Tisch in Vilhelm Hammershøis Five Portraits. Lars von Trier liest diesen Tisch als Sarg. Mit 19 reiste er eigens nach Stockholm, um das Gemälde hier zu sehen. Diesen Sommer wurde es zum ersten Mal verliehen – an die erste Station der Ausstellung in Dänemark. Nun ist es zurück an seinem angestammten Platz im Zentrum der Schau.
Um das Gemälde herum gruppiert Trier die nordischen Künstler, die er als „Familie“ bezeichnet und auf deren Schultern er steht: Munch, Strindberg, Carl Fredrik Hill, Willumsen, Per Kirkeby und weitere – dazu sein eigenes Selbstporträt von 1975. Trier verfasste die Texte, die die Werke miteinander verbinden. Eine Kritikerin von Femina schrieb, sie zu lesen sei, als hätte er neben einem gesessen und einem ins Ohr geflüstert.
In Frederikssund vergaben Femina und Kristeligt Dagblad jeweils sechs von sechs Sternen; der Kritiker von Ekko hätte sich mehr Raum zwischen den Werken gewünscht. Der Eintritt ist im Ticketpreis von 160 SEK enthalten, für Besucherinnen und Besucher unter 19 Jahren ist er frei. Donnerstags ist die Ausstellung bis Oktober bis 20 Uhr geöffnet.
Lars von Trier kam mit 19 nach Stockholm, um Hammershøis Five Portraits zu sehen: ernste Männer, die um einen Tisch sitzen, den er als Sarg deutet. Ringsherum hängen Werke von Munch und Strindberg. Zwei dänische Kritiker vergaben die Höchstwertung: sechs von sechs.
Hammershøis Five Portraits
Fünf ältere Künstler, darunter Willumsen, blicken streng von einem dunklen Tisch aus dem Bild. Trier sieht darin einen Sarg. Für dieses Gemälde reiste er mit 19 eigens nach Stockholm.
Triers Selbstporträt On the Way to Zarathustra
Ein großes Selbstporträt von 1975, das er seiner Bewerbung an der dänischen Kunstakademie beilegte, die ihn ablehnte. Heute sagt er, er verstehe, warum „der prätentiöse Lars“ nicht aufgenommen wurde.
Agnes Triers Ausstellungsfilm
Der heute 70-jährige Trier spricht offen mit seiner Tochter darüber, dass er als junger Mann Maler sein wollte.
Du bist wegen der Filme von Trier gekommen: Hier ist überwiegend nordische Malerei aus der Zeit um 1900 zu sehen, die er ausgewählt hat.
Für Besucherinnen und Besucher unter 19 Jahren ist der Eintritt frei. Das Museum hat keinen Aufzug, und zum Haupteingang führen Stufen. Plane mit Kinderwagen entsprechend voraus.