iAsian Art Museum · Civic Center, San Francisco
Ein mit Tee gefärbtes Aquarellprojekt, das die Galerien des Museums mit der unbeachteten Schönheit in den Rissen, Flecken und Spuren auf den Straßen der Stadt verbindet.
Irgendwo in diesen 24 Tafeln findet sich der Abdruck eines Lincoln-Pennys. Daneben erscheinen die Ringe eines Kanaldeckels, die schreitende Figur eines Fußgängerampelsignals und Kringel wie aus einem Spirographen. Al-An deSouza entdeckte diese Formen bei Spaziergängen mit gesenktem Blick und malte sie anschließend am Wohnzimmertisch. Jede Sitzung begann mit einer Kanne Tee; die Reste bildeten die erste Farbschicht des Tages.
Die Tafeln hängen in zwei Reihen zu je zwölf und erstrecken sich über knapp 19 Fuß. Straßenmotive treffen auf Formen aus den Museumsgalerien; ein Rahmen mit der Inschrift *ex uno pluria* – „aus einem wird vieles“ – fasst sie ein. deSouza wählte Aquarell als Medium des amateurhaften „Sonntagsmalers“: „eine Technik des mehr oder weniger kontrollierten Färbens“. Am besten betrachtet man das Werk aus der Nähe. Es entstand beim Gehen mit dem Blick auf den Boden – eine Fähigkeit, die die meisten Menschen auf der Market Street mit dem Handy in der Hand perfektioniert haben.
Das Werk ist Teil der South Asian Galleries und dort bis zum 2. November zu sehen. Der Museumseintritt kostet 20 Dollar, für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre ist er frei. Donnerstags ist das Museum bis 20 Uhr geöffnet.
Der Lincoln-Penny
Halte Ausschau nach dem Abdruck eines Pennys, der in die Farbe gedrückt wurde – einer der Fundstücke von der Straße, die deSouza mit an den Tisch brachte.
Der Kanaldeckel
Sein kreisförmiges Muster taucht zwischen den Tafeln auf und ist vom Pflaster her bekannt, das die Künstlerin oder der Künstler bei Spaziergängen fotografierte.
Das Fußgängerampelsignal
Die schreitende Figur auf einem Fußgängerampelsignal bewegt sich durchs Aquarell, zwischen Rissen, Flecken und Straßenmarkierungen.
Der Rahmen mit der Inschrift *ex uno pluria*
Ein Rahmen aus Symbolen und den Worten „aus einem wird vieles“ zieht sich um alle 24 Tafeln und hält das Chaos zusammen.
Der Teesatz als Malgrund
Jedes Tagesbild begann auf den Resten der Kanne Tee, die bei der jeweiligen Sitzung getrunken wurde. Deshalb sind die ersten Flecken auf jeder Tafel Teeflecken.
Du erwartest eine umfassende Ausstellung: Zu sehen ist ein einzelnes Aquarell aus 24 Tafeln in den South Asian Galleries.