iMuseum Man and Nature · Nymphenburg
Eine Expedition in Bayerns subtropische Vergangenheit vor zehn Millionen Jahren – mit vier Meter großen Elefanten mit Stoßzähnen, Säbelzahnkatzen und „Udo“, einer neu identifizierten aufrecht gehenden Menschenaffenart.
2019 wurde in einer Tongrube im Allgäu ein Menschenaffe entdeckt, den bis dahin niemand beschrieben hatte. Udo ist 11,6 Millionen Jahre alt und weist deutliche Spuren aufrechten Gangs auf. Hier können Sie Repliken seiner Knochen in die Hand nehmen und selbst von allen Seiten betrachten.
Der übrige Teil der Ausstellung lässt das Bayern wiedererstehen, in dem Udo lebte – warm genug für Zimtbäume und Sumpfzypressen. Die meisten Fossilien sind Originalfunde aus Bayern. Großformatige Landschaftsbilder des spanischen Paläokünstlers Mauricio Antón zeigen darin vier Meter hohe Elefanten mit Stoßzähnen, Säbelzahnkatzen und Flughörnchen von der Größe eines Nachttischvorlegers. Sie ordnen ein fossiles Blatt seiner Art zu, suchen unter dem Mikroskop nach Pollen und berühren elf Millionen Jahre alte Zähne. Zusammen mit Bruno, dem Bären, an anderer Stelle im Gebäude wird klar: Bayern gibt seinen berühmten Wildtieren Namen, als wären sie Onkel am Stammtisch.
Ein Fossiliensammler im Steinkern-Forum nannte die Ausstellung übersichtlich und „hervorragend inszeniert“. Der Eintritt kostet 7 € (sonntags 4,50 €), die Dauerausstellung ist inbegriffen. Unter 18-Jährige haben freien Eintritt.
Bayern vor zehn Millionen Jahren, als hier subtropisches Klima herrschte: vier Meter große Elefanten mit Stoßzähnen, Säbelzahnkatzen und Udo, eine neu entdeckte Menschenaffenart, die aufrecht ging. Kaum vorstellbar, wenn man im Winter an einer Münchner Tramhaltestelle steht.
Udos Knochen in den eigenen Händen
Halten Sie Ausschau nach den Repliken der Knochen des 11,6 Millionen Jahre alten Menschenaffen aus dem Allgäu. Sie können sie in die Hand nehmen und auf Spuren aufrechten Gangs untersuchen.
Landschaften von Mauricio Antón
Großformatige Rekonstruktionen versetzen die Tiere der Ausstellung – von Elefanten mit Stoßzähnen bis zu Säbelzahnkatzen – zurück in Bayerns subtropischen Wald.
Das Pollenmikroskop
Bestimmen Sie fossile Pollen unter dem Mikroskop und versuchen Sie anschließend, ein fossiles Blatt der Art zuzuordnen, von der es stammt.
Die elf Millionen Jahre alten Zähne
Berühren Sie die Zähne und erfahren Sie, was sie über die Lebensweise ihres einstigen Besitzers verraten.
Die illustrierten Sockelplatten
Jedes Objekt steht auf einer Sockelplatte mit Zeichnungen und Studien dazu – ein Detail, das dem Sammler unter den Besuchern besonders auffiel.
Sie möchten ausschließlich Originale sehen: Udos eigene Funde werden als Repliken gezeigt.
Unter 18-Jährige haben freien Eintritt. Das Museum bietet einstündige Expeditionstouren durch die Ausstellung für Kinder ab sechs Jahren an, zum Beispiel am 30. Oktober 2026 um 15 Uhr. Treffpunkt ist das Foyer.