Museum Five Continents · Lehel
Mehr als 100 Objekte spannen den Bogen von Krishnas religiöser Überlieferung und seiner Darstellung in klassischer Skulptur und Malerei bis hin zur modernen Popkultur. Dazu zählen fünf großformatige Pichwai-Wandbehänge.
Die Schaukel ist 2,65 Meter hoch, vergoldet und mit Fabelwesen beschnitzt. Sie wurde dafür geschaffen, eine Krishna-Figur zum Schaukeln zu bringen. Bewegte sich der daran hängende Diwan, schwangen die in den Rahmen eingelassenen Miniaturschaukeln mit. In Bewegung setzen lässt sie sich möglicherweise nicht mehr; deshalb hat das Museum eine Nachbildung gebaut, auf der man für ein Selfie Platz nehmen kann.
Mehr als 100 Objekte aus der eigenen Sammlung des Museums, einige davon erstmals gezeigt, erzählen in drei Teilen von Krishna: von seinem Leben, vom butterstehlenden Kind bis zum Wagenlenker; von der Verehrung zu Hause und bei Festen wie Holi, bei denen Krishna-Figuren als Baby gefüttert, angekleidet und in den Schlaf gewiegt werden; und von der Popkultur, in deren Bereich man zwischen Plattencovern, Postern, Comics und T-Shirts den Rundgang beendet. Einige Drucke entstanden in München. Ein Kritiker der Schwäbischen Zeitung entdeckte darauf Alpen, wo eigentlich der Himalaya zu sehen sein sollte.
Die Rezensentin von She nannte die Schau „sehr sehenswert“. Der Rezensent von About Africa lobte die klare Gliederung, hätte sich aber mehr Skulpturen gewünscht. Tickets kosten 6 Euro, für unter 18-Jährige ist der Eintritt frei. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 9.30 bis 17.30 Uhr, noch bis zum 8. November.
Mehr als 100 Objekte zeichnen Krishnas Weg von der religiösen Tradition über klassische Skulptur und Malerei bis in die moderne Popkultur nach, darunter fünf großformatige Pichwai-Wandbehänge.
Die vergoldete Krishna-Schaukel
Achten Sie auf die Miniaturschaukeln, die in den 2,65 Meter hohen Rahmen eingelassen sind und dafür gemacht wurden, gemeinsam mit dem Diwan zu schwingen – sowie auf die Nachbildung daneben, auf der man Platz nehmen kann.
Fünf Pichwais
Großformatige, bemalte Tempelbehänge für Krishna – die farbenprächtigsten Stücke in einer farbenprächtigen Schau.
Jimi Hendrix’ Axis: Bold as Love
Das Albumcover zeigt Hendrix und seine Band als Vishvarupa, Krishnas universelle Gestalt mit unzähligen Köpfen und Gliedmaßen.
Krishna und Radha, gedruckt in München
Eine Lithografie aus dem späten 19. Jahrhundert aus der Werkstatt Baumgartner. Sie gehört zu den Andachtsbildern, die in München zu Tausenden für Käufer in Indien gedruckt wurden.
Der tragbare Klappaltar
Ein Schrein aus dem späten 18. Jahrhundert aus Tirupati, der sich zuklappen lässt, damit eine Familie ihren Krishna mit auf Reisen nehmen konnte.
Sie suchen eine Skulpturenschau: Der einzige Kritikpunkt eines Rezensenten war, dass es davon nicht mehr zu sehen gab.
Unter 18-Jährige und Schülerinnen und Schüler haben freien Eintritt. Kinder können für Fotos auf der Nachbildung der Krishna-Schaukel Platz nehmen.