iBavarian State Archaeological Collection · Lehel
Rund 600 Originale und Repliken aus dem Salisbury Museum und dem Wiltshire Museum sowie Videoinstallationen und Dioramen in Lebensgröße gehen der Frage nach, wer Stonehenge errichtete und wie.
Stonehenge wurde mit Werkzeugen aus Hirschgeweih errichtet; einige dieser Geweihhacken sind hier in den Vitrinen zu sehen. Sie gehören zu rund 600 Originalen und Repliken, von denen viele als Leihgaben aus dem Salisbury Museum und dem Wiltshire Museum stammen. Funde aus 20 Jahren neuer Ausgrabungen werden damit erstmals in Mitteleuropa gezeigt.
Der Rundgang führt chronologisch vom ältesten Stonehenge und dem Dorf der Erbauer bis zum Ende des Monuments – vorbei an Videoinstallationen und Dioramen in Lebensgröße. Die These von Mike Parker Pearson vom University College London (UCL): Stonehenge war eine Begräbnisstätte, kein Tempel. Isotopenanalysen der Knochen zeigen, dass die Menschen aus ganz Großbritannien kamen. Kurator Heiner Schwarzberg sagte der Abendzeitung, die Überreste der rituellen Festmahle rückten Stonehenge „nicht allzu weit vom Oktoberfest“ ab.
Die Münchner Ausstellung endet mit einem bayerischen Fund: dem Grab einer wohlhabenden Frau aus Markt bei Augsburg. Die Beschriftungen sind auf Deutsch und Englisch. Der Eintritt kostet 8 Euro (ermäßigt 5 Euro), mit der Dauerausstellung 10 Euro (sonntags 9 Euro; dann ist bis 19 Uhr geöffnet).
Rund 600 Originale und Repliken aus dem Salisbury Museum und dem Wiltshire Museum, ergänzt durch Dioramen in Lebensgröße und Videoinstallationen. Sie zeigen, wer Stonehenge errichtete und wie – und liegen deutlich näher als Wiltshire.
Die Geweihhacken
Zu sehen sind die Grabungswerkzeuge, die Stonehenges Erbauer tatsächlich verwendeten: Hacken aus Hirschgeweih, als Leihgaben aus britischen Sammlungen.
Das Grab der wohlhabenden Frau aus Markt
Goldbleche und Ringe, eine Bernsteinkette, Silber- und Kupferobjekte sowie drei Gefäße – gemeinsam gezeigt. Sie stammen aus dem Grab einer Frau, die um 2450 bis 2300 v. Chr. nahe Augsburg bestattet wurde.
Die Glockenbecher
Die glockenförmigen Gefäße gaben einer Kultur ihren Namen, deren Keramik von Iberien bis Ungarn gefunden wird – in Augsburg und München ebenso wie in Großbritannien.
Eine Comicfigur führt Kinder an Medienstationen durch die Ausstellung. An den Wochenenden können Familien aus Bausteinen ihr eigenes Stonehenge errichten.