iInstitute of Contemporary Art, Los Angeles · Arts District
Retrospektive über sechs Jahrzehnte mit rund 50 selten gezeigten Arbeiten des Künstlers Carl Cheng aus Los Angeles. Sie beleuchtet Umweltveränderungen und Technologie an der Schnittstelle von Ökologie und Identität.
In einem säuregelben Gehäuse hämmert Wasser einen einzelnen Stein in eine neue Form, während die nächsten Steine auf Gestellen daneben warten – „wie Scones, die nach dem Backen abkühlen“, heißt es in einem Essay über Cheng. Das ist Erosion Machine No. 4, begonnen 1969.
Rund 50 selten gezeigte Werke und Archivstücke füllen die Haupträume des ICA LA. Über ihnen steht die Zeile, die Cheng über die Menschen und den Planeten immer wieder aufgreift: „Nature Never Loses“. Von oben betrachtet erinnert das Werk an Ackerland, wie man es aus dem Flugzeugfenster sieht; tatsächlich besteht es aus auf Aluminium genieteten Leiterplatten. In der Nähe dreht ein durchscheinender Turm zwei Projektoren wie ein Leuchtturm, während ein Radio Seefunkkanäle empfängt. Vor der Rückkehr ins ICA LA war die Ausstellung in Austin, Philadelphia, Maastricht und Basel zu sehen. Für die Station in Los Angeles hat das ICA LA eine neue, um Wasser kreisende Auftragsarbeit ergänzt.
Broad Street Review nannte die Arbeiten anlässlich der Station in Philadelphia hellsichtig. Der Eintritt ist frei. Geöffnet Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr; kostenlose Parkplätze vor Ort.
Erosion Machine No. 4
Achten Sie auf das säuregelbe Gerät: Im rechten Fach bearbeitet Wasser einen einzelnen Stein, während die Steine, die darauf warten, an der Reihe zu sein, links auf Metallgestellen liegen.
Anthropocene Landscape 2
Aus einiger Entfernung wirkt es wie Ackerland, gesehen aus dem Flugzeug; aus der Nähe zeigt sich ein enges Raster aus Leiterplatten und Nieten auf Aluminium.
Early Warning System
Ein durchscheinender Würfel mit Antenne, einem auf maritime Kurzwellenkanäle eingestellten Radio und zwei leuchtturmartigen Projektoren, die Filmaufnahmen von menschengemachtem Abfall und dem Ozean abspielen.