iHayward Gallery · South Bank
Eine große Einzelausstellung der amerikanischen Fotografin und Aktivistin, die fünf Jahrzehnte ihres intimen Werks über Beziehungen, Sucht und queere Subkulturen umfasst – begleitet von vier aktuellen Filmen, darunter die öffentliche Premiere einer neuen Arbeit.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Goldins Film You never did anything wrong, Part I aus dem Jahr 2024 geht von einem alten Mythos aus: Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn Tiere die Sonne stehlen. Sie filmte die totale Sonnenfinsternis auf Super 8 und 16 mm; die Musik komponierte Mica Levi. Menschen kommen darin nicht vor. Die Fortsetzung Part II wird hier erstmals öffentlich gezeigt.
Die Ausstellung kreist um vier Filme von jeweils etwa 20 Minuten, die in eigenen, von der Architektin Hala Wardé gestalteten Räumen gezeigt werden. In Stendhal Syndrome stellt Goldin Porträts ihrer Freundinnen, Freunde und Geliebten der Kunst der Renaissance und des Barock gegenüber. Memory Lost blickt auf ihre Jahre der Abhängigkeit zurück. Dazwischen hängen Fotografien aus ihrem Archiv, von denen einige noch nie gezeigt wurden. Seit 2002 ist dies ihre erste institutionelle Ausstellung im Vereinigten Königreich.
Vor allem braucht man hier Zeit: Die Filme dauern zusammen 80 Minuten, und das Hayward weist auf mögliche Warteschlangen vor den Vorführräumen hin. Tickets kosten 19 £, für Mitglieder ist der Eintritt frei. Samstags ist bis 20 Uhr geöffnet.
Fünf Jahrzehnte Goldins Fotografien über Beziehungen, Sucht und queere Subkulturen sowie vier neuere Filme, von denen einer erstmals öffentlich gezeigt wird.
You never did anything wrong, Part II
Die Premiere: Naturaufnahmen aus den 1960er- und 1970er-Jahren treffen auf veränderte Tonspuren aus alten Filmen. Entstanden ist die Arbeit gemeinsam mit dem Filmemacher David Sherman.
You never did anything wrong, Part I
Die totale Sonnenfinsternis, gefilmt auf Super 8 und 16 mm: eine Welt ohne Menschen, Sulala gewidmet, Gazas ältester Tierrettungsorganisation.
Stendhal Syndrome
Goldins Fotografien von Skulpturen und Gemälden aus der Borghese, dem Louvre, dem Met und dem Prado wechseln sich mit Porträts ihrer Freundinnen, Freunde und Geliebten ab – verbunden durch ähnliche Posen und Farben.
Memory Lost
Archivfotografien zeichnen Goldins eigene Geschichte mit Drogen nach. Der Film ist P.A.I.N. gewidmet, der Gruppe, die sie im Kampf gegen die Opioidkrise gegründet hat.
Electric Gaja, Paris (2010)
Eine Katze blickt direkt in die Kamera, in grünes und pinkfarbenes Licht getaucht.
Ab 12 Jahren; Kinder unter 12 Jahren müssen von einer erwachsenen Person begleitet werden. Die Arbeit enthält Darstellungen von Drogenkonsum, Nacktheit und Sexualität. Kinderwagen dürfen nicht in die Vorführräume.