iHosomi Museum · Okazaki
Von Heinz Werner, Meisterkünstler der modernen Meissener Manufaktur, entworfenes und bemaltes Porzellan mit Märchenmotiven.
Vorschau: geschrieben vor der Eröffnung
Als diese Wanderausstellung 2025 in Tokio eröffnet wurde, berichtete die Kunstredaktion der Yomiuri Shimbun, das Gelb des Münchausen-Kaffeeservices von 1964 könne Meissen heute nicht mehr herstellen. Das mit den Lügengeschichten des Barons bemalte Service steht auf der Liste des Hosomi Museum für Kyoto – die letzte Station nach Tokio und Aichi.
Heinz Werner (1928 bis 2019) war einer von fünf Künstlern, die Meissen ab 1960 neu gestalteten. In der DDR nahm die staatliche Manufaktur damals nur 20 von 100 handbemalten Stücken als fertig ab. Den Auftakt macht eine Arita-Schale aus der Edo-Zeit – von der Art, die Meissen als Erstes kopierte. Danach folgen Werners Märchenservices: Arabian Nights, Summer Night (Shakespeares Ein Sommernachtstraum auf einem Teeservice) und Blue Orchid, bis hin zu einem Kaffeeservice von 1998. Die meisten Stücke stammen als Leihgaben aus privaten Sammlungen.
Der Eintritt kostet 2.000 Yen, für Studierende 1.500 Yen. Das Museum ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet, montags sowie vom 24. Dezember bis zum 5. Januar geschlossen.
Märchen auf Porzellan, entworfen und gemalt von Heinz Werner, Meisterkünstler der modernen Meissener Manufaktur. Kindheitsgeschichten auf Porzellan – nichts, woran Kinderhände etwas zu suchen haben.
Das gelbe Münchausen-Kaffeeservice
Ein 1964 entstandenes Service mit den Lügengeschichten des Barons Münchausen. Das Gelb, so der Bericht der Yomiuri Shimbun zur Eröffnung in Tokio, kann Meissen heute nicht mehr herstellen.
Die Arita-Schale mit Drache und Tiger
Eine gelappte Arita-Schale aus der Edo-Zeit, mit Drache und Tiger in Emailfarben bemalt. Sie ist eine Leihgabe des Aichi Prefectural Ceramic Museum und steht für jene Art japanischen Porzellans, die Meissen zuerst kopierte.
Das Teeservice Summer Night
Shakespeares Ein Sommernachtstraum ist über ein Teeservice hinweg gemalt. Die Figuren gestaltete Peter Strang, darunter Titania und Bottom.